Schlagwort-Archive: IT-Projekte


Mrz
27

So nageln Sie einen Pudding an die Wand

publiziert von Thomas Muschiol, Rechtsanwalt und Ressortleiter Recht bei der Zeitschrift „Personalmagazin“

Bei der Beurteilung, ob ein Freiberufler, der im Rahmen eines Projekts beschäftigt wird, freier Mitarbeiter ist oder nicht, gibt es keine Rechtssicherheit. Aber einen interessanten Ausweg: Mit der Einleitung eines Statusverfahrens kann eine „Nebenwirkung“ eintreten, die ein Projekt retten kann.

Personalexperten und Freiberufler kennen die Situation: Die Fachabteilung möchte für ein Projekt einen freien Mitarbeiter beschäftigen. Dabei taucht das Problem auf, ob der neue Kollege auch sozialversicherungsrechtlich als freier Mitarbeiter oder als angestellter Beschäftigter einzuordnen ist. Es stellt sich also die Frage, ob für ihn Sozialversicherungsbeiträge abzuführen sind – oder eben nicht.

Für die Antwort sollte Ihnen eigentlich das Gesetz, genauer gesagt § 7 SGB IV, helfen. Schauen Sie sich die Vorschrift an und überlegen Sie, ob Sie sich anhand des Textes zutrauen können, eine rechtssichere Einordnung vorzunehmen. Sie werden schnell feststellen: Sie können es nicht. Ich kann Sie allerdings beruhigen. Es liegt nicht an Ihnen, sondern daran, dass § 7 SGB IV eine Beschreibung zur Abgrenzung zwischen sozialversicherungsrechtlichen Beschäftigten und freien Mitarbeitern enthält, die mit der Bezeichnung „Gummiparagraf“ nur unzureichend beschrieben werden kann. Besser passt da der legendäre Satz des früheren Richters am BAG, Gerhard Reinecke, der die Unmöglichkeit einer rechtssicheren Abgrenzung von Beschäftigten zu freien Mitarbeitern mit der Bemerkung kennzeichnete: „Nageln Sie mal einen Pudding an die Wand.“

Der Pudding besteht in diesem Fall aus einem Indizienkatalog, den die Sozialversicherungsträger einsetzen, um zu entscheiden, was für und was gegen eine Einstufung als freier Mitarbeiter spricht. Eine solche Abwägung verlangt man auch von Ihnen. Dass Sie damit dem Pudding keinen Halt geben können, liegt auf der Hand, denn nicht Ihre Abwägung ist maßgebend, sondern jene, welche in einer späteren Betriebsprüfung Grundlage eines rückwirkenden Beitragsbescheids wird.

Wenn Sie in diesem Zusammenhang den Tipp bekommen, dass es doch ein förmliches Anfrageverfahren gibt, bei dem man sich einen Persilschein für seinen freien Mitarbeiter holen kann, so ist das zwar richtig, nützt Ihnen aber meist auch nicht viel, denn die „Erfolgsquote“ zur tatsächlichen Anerkennung eines freien Mitarbeiters als Freiberufler ist denkbar gering.

Gleichwohl kann ein solches Statusverfahren sinnvoll sein und sogar ein Projekt retten. Denn mit der Einleitung eines Statusverfahrens kann eine interessante „Nebenwirkung“ eintreten, die das Risiko der Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen auf einen späteren Zeitpunkt verschiebt. Und später ist ja vielleicht das mit der Einstellung des Freiberuflers verbundene Projekt schon beendet.

Wie das geht? Sie werden es nicht glauben, aber dazu gibt es eine Vorschrift, mit der man tatsächlich etwas anfangen kann. Blättern Sie einfach einen Paragrafen weiter und
lesen Sie Wort für Wort den sechsten Absatz des § 7a SGB IV. Ich bin sicher, damit können Sie hin und wieder einen Pudding zumindest vorläufig an die Wand nageln.

Übrigens – im sechsten Absatz des § 7a SGB IV steht:

“Wird der Antrag nach Absatz 1 innerhalb eines Monats nach Aufnahme der Tätigkeit gestellt und stellt die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte ein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis fest, tritt die Versicherungspflicht mit der Bekanntgabe der Entscheidung ein, wenn der Beschäftigte
1. zustimmt und
2. er für den Zeitraum zwischen Aufnahme der Beschäftigung und der Entscheidung eine Absicherung gegen das finanzielle Risiko von Krankheit und zur Altersvorsorge vorgenommen hat, die der Art nach den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung und der gesetzlichen Rentenversicherung entspricht.

Der Gesamtsozialversicherungsbeitrag wird erst zu dem Zeitpunkt fällig, zu dem die Entscheidung, dass eine Beschäftigung vorliegt, unanfechtbar geworden ist.”

Entscheidend ist die Aussage, dass die Versicherungspflicht mit der Bekanntgabe der Entscheidung eintritt, also nur für die Zeit nach dieser Bekanntgabe gilt.

Über den Autor:

Thomas Muschiol ist Ressortleiter Recht bei der Zeitschrift „Personalmagazin“ und Autor zahlreicher Beiträge zum Arbeits- und betrieblichen Sozialversicherungsrecht. Darüber hinaus hält er regelmäßig Seminare und Vorträge zu den genannten Themen. Als Rechtsanwalt ist er mit den Schwerpunkten Arbeitsrecht und betriebliches Sozialversicherungsrecht in eigener Kanzlei tätig. Dieser Beitrag ist als Kolumne im “Personalmagazin” 03-2013 erstmals erschienen.

Thomas Muschiol, Rechtsanwalt und Ressortleiter Recht bei der Zeitschrift „Personalmagazin“Kontaktdaten:

Rechtsanwalt Thomas Muschiol
Am Bischofskreuz 1
79114 Freiburg
Tel.: 07 61 / 89759280
Fax. 07 61 / 89759281
E-Mail: muschiol@tm-rechtsanwalt.de

 

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Mrz
21

Mobile Enterprise – ohne SAP geht fast nichts

publiziert von Wolfgang Schwab, als Manager Advisor & Program Manager Efficient Infrastructure bei der Experton Group

Planung und Umsetzung des Einsatzes von Smartphones und Tablets erfahren inzwischen beim Thema Mobile Enterprise eine deutlich strategischere Ausrichtung als noch vor einem Jahr. Dies zeigen Marktforschungs- und Beratungsprojekte der Experton Group deutlich.

Image, Mitarbeiterzufriedenheit oder Mitarbeitermotivation stehen heute beim Thema Mobile Enterprise weniger im Vordergrund als die Optimierung der Geschäftsabläufe. Allerdings müssen, um diese Verbesserung zu erzielen, in vielen Fällen Geschäftsprozesse angepasst werden. Zum einen müssen sie für den Zugriff über mobile Endgeräte optimiert werden, zum anderen gilt es, die Infrastruktur im Unternehmen diesen veränderten Rahmenbedingungen anzupassen.

Häufig geht es dabei auch um den Datenzugriff auf SAP. Daher ist es von erheblicher Bedeutung, dass ein Beratungsunternehmen oder ein Freiberufler, der in ein Mobile Enterprise Projekt eingebunden ist, Erfahrung nicht nur im Bereich der Mobilisierung von Geschäftsprozessen besitzt, sondern auch im SAP-Umfeld. Denn nur so lassen sich in diesem Umfeld optimale Ergebnisse erzielen.

Die Reihen lichten sich

Unter diesen Voraussetzungen lichten sich die Reihen der möglichen Dienstleister deutlich. Klar ist: Viele Unternehmen können oder wollen in Zukunft mobile Lösungen nicht intern betreiben. Die Folge ist, dass sie Berater und Dienstleister einsetzen, die das Thema nicht nur im ersten Schritt umsetzen, sondern auch den laufenden Betrieb sicherstellen. Dazu bedarf es einer klaren IT-Strategie, die die mobile Umgebung ebenso berücksichtigt wie die gesamte IT-Infrastruktur des Unternehmens bis hin zu Managed Services. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die implementierten Prozesse und veränderten Infrastrukturen die Arbeit effektiv unterstützen und relativ reibungslos laufen – kurz: dass Mobile Enterprise die Erwartungen erfüllt und die Investitionen rechtfertigt.

Zu den Dienstleistern, die in diesem Zusammenhang positiv auffallen, gehört Realtech, gut bekannt als langjähriger SAP-Partner. Das Unternehmen pflegt als erster Run-SAP-zertifizierter Dienstleister in Europa – und das seit nunmehr 19 Jahren – eine gute und enge Kooperation mit SAP. Die Realtech Consultants arbeiten in den SAP Labs wie bei Anwenderkunden. Damit bringen die Berater ihr Wissen über die neuesten Technologien und Entwicklungen direkt beim Kunden ein. Zugleich besetzt das Unternehmen die wichtigsten Zukunftsthemen wie Cloud Computing und SAP HANA.

Mobile ist strategisches Element

In den letzten Jahren hat Realtech seinen Bereich Mobile Enterprise strategisch aufgebaut, um den Marktanforderungen gerecht zu werden. Auf dieser Basis bietet das Unternehmen dem gehobenen Mittelstand und Großunternehmen Beratungsleistungen und umfassende Managed Services in diesem Bereich an. Eine geradezu ideale Kombination aus Sicht der Experton Group, denn SAP, eine der wichtigsten betrieblichen Anwendungen wird hier in voller Breite verstanden. Und Thema Mobility Consulting ist ebenfalls sehr gut abgedeckt.

Zusätzlich interessant ist diese Kombination, weil die Mobile Enterprise Strategie von SAP mit dem Angebot von Realtech deckungsgleich ist. Die Kombination aus Beratung im Geschäftsprozessumfeld, sehr guten Produkten von SAP mit Afaria und der SAP Mobile Plattform und dem Managed Service für den anschließenden Betrieb stellt eine sehr gute Grundlage dar.

Nicht zuletzt daraus resultiert die positive Bewertung von Realtech Consulting im Mobile Enterprise Vendor Benchmark 2013: Im Bereich Mobility Consulting konnte sich Realtech sowohl in der Bewertung für den gehobenen Mittelstand als auch bei Large Accounts gut positionieren.

Interessant ist dabei, dass sich die Portfolio-Attraktivität von Realtech Consulting in beiden Größenklassen auf Augenhöhe mit den bekannteren Wettbewerbern befindet. Der Grund hierfür ist vor allem der Consulting-Ansatz im Verbund mit qualifizierten Betriebsdienstleistungen. Lediglich im Bereich Wettbewerbsstärke muss Realtech Consulting die größeren Wettbewerber ziehen lassen. Im Bereich Awareness fällt Realtech deshalb im Mobile-Segment etwas zurück.

Über den Autor:

Wolfgang Schwab ist als Manager Advisor & Program Manager Efficient Infrastructure bei der Experton Group tätig. Schwerpunktmäßig berät er IT-Anwender und IT-Anbieter in den Bereichen Client der Zukunft, Green IT, effiziente IT-Infrastruktur und Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Wolfgang Schwab, Manager Advisor & Program Manager Efficient Infrastructure bei der Experton Group AGKontaktdaten:

Wolfgang Schwab
Experton Group AG
Carl-Zeiss-Ring 4
85737 Ismaning
Tel.: +49 89 923331-0
Fax: +49 89 923331-11
E-Mail: info@experton-group.com
Internet: http://www.experton-group.de/

 

 

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Mrz
13

Mobile übernimmt das Ruder

publiziert von Wolfgang Schwab, Manager Advisor & Program Manager Efficient Infrastructure bei der Experton Group

Computacenter und HP sind die Sieger im Mobile Enterprise Vendor Benchmark 2013 der Experton Group, dessen Ergebnisse seit kurzem vorliegen. Ziel der Marktuntersuchung ist es, CIOs und IT-Managern konkrete Anhaltspunkte zu geben, wenn es darum geht, die für ihr Unternehmen geeigneten Mobile-Enterprise-Lösungsanbieter und -Dienstleister zu evaluieren und auszuwählen. Vor diesem Hintergrund sind die von der Experton Group zusammengetragenen Erkenntnisse auch für IT-Freiberufler von erheblichem Nutzen. Nicht nur, dass sie über die wichtigsten Marktteilnehmer informiert sein sollten – immer wieder kommen Freiberufler in die Lage, selbst Empfehlungen aussprechen oder den Markt für ihre Auftraggeber sondieren zu müssen.

Mobile als Einstieg in weitere Managed Services

Insbesondere im gehobenen Mittelstand haben Mobile Device Management Services für IT-Dienstleister eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Denn sie gelten zusammen mit dem Mobile Enterprise Consulting als guter Einstieg in weitergehende Managed Services im Client-Umfeld und darüber hinaus. Unter den Dienstleistern für Mobile Device Management Services hebt der Mobile Enterprise Vendor Benchmark 2013 den Anbieter Computacenter besonders hervor. Das Unternehmen könne sich hinsichtlich der Wettbewerbsstärke von den Mitbewerbern absetzen. Dies vor allem wegen der konkreten Ausgestaltung der Services für den gehobenen Mittelstand und der sehr guten Service-Erbringung. Auch der Umstand, dass Computacenter im Bereich der Endgeräte seit Jahren erfolgreich Managed Services anbietet, zahlt sich hier aus. Was die Portfolio-Attraktivität angeht, wird HP in diesem Umfeld quasi auf Augenhöhe mit Computacenter bewertet. Im Vergleich zu Computacenter ist die Wettbewerbsstärke etwas geringer ausgeprägt, da hier sehr stark über Partner gearbeitet wird, allerdings mit unterschiedlichem Erfolg.

Die Bewertungskriterien

Neben der verwendeten Basis-Technologie und dem angebotenen Portfolio sind insbesondere Strategie und Vision des Anbieters für Anwender von besonderer Bedeutung, wenn es um die Portfolio-Attraktivität von Mobile Device Management Services und die Wahl des richtigen Partners geht. Dies vor allem, weil der Markt relativ dynamisch ist. Falsche Strategieentscheidungen können dazu führen, dass ein Anbieter sehr schnell den Anschluss verlieren kann. Die Anforderungen der Anwender im gehobenen Mittelstand unterscheiden sich nur graduell von denen der Large Accounts. Allerdings sind dort die Nutzerzahlen nicht nur absolut, sondern auch relativ gesehen niedriger als bei Large Accounts. Dies liegt einerseits an einer deutlich höheren Kostensensitivität, andererseits an der Unternehmensstruktur. Aus diesem Grund gibt es nur wenige Anbieter, die sowohl im gehobenen Mittelstand als auch bei Large Accounts aktiv sind. Bei der Bewertung der auf dem deutschen Markt aktiven Anbieter von Mobile Device Management Services wurden folgende 10 Anbieter berücksichtigt:

  • Atos
  • Bechtle
  • Computacenter
  • Deutsche Telekom
  • Fujitsu
  • HP
  • IBM
  • Info AG
  • Materna
  • Unisys

Neben den klassischen IT-Dienstleistern spielen hier vor allem IT-Unternehmen mit einer starken Dienstleistungsorganisation eine Rolle. Bemerkenswerte Entwicklung: Im Bereich Mobile Device Management bekommen die Dienstleister zunehmend Konkurrenz aus den Reihen der Telekommunikationsanbieter. Letztere können hinsichtlich der Plattformen (IT und Netze), der unterstützten Endgeräte, des Applikationssupports und der Helpdesks punkten. Nicht bewertet wurden Anbieter, deren Dienstleistung auf die reine Bereitstellung der gehosteten Mobile Device Management Software beschränkt ist. SaaS-Angebote und ähnliche Hosting-Angebote wurden also explizit nicht bewertet, auch wenn einige wenige Anbieter dies für einen Managed Service halten.

Gute Karten für Anwender

Fest steht: Auftraggeber und Anwender im Bereich Mobile Device Management Services haben derzeit gute Karten. Denn da Mobile Device Management Services oft als Türöffner für weitergehende Managed Services fungieren, sind die angebotenen Services in der Regel mit qualifizierten Ressourcen und Services auf allen Ebenen gut ausgestattet. Allerdings muss im Einzelfall genauer bewertet werden, inwiefern der jeweilige Dienstleister zum Unternehmen und den konkreten Anforderungen passt. Weitere Benchmark-Ergebnisse: Atos und die Deutsche Telekom wurden nur unwesentlich hinter Computacenter und HP bewertet. Beide Unternehmen positionieren sich derzeit stark in diesem Umfeld. Daher ist in absehbarer Zeit hier noch mit Verbesserungen zu rechnen. Für beide Unternehmen ist der gehobene Mittelstand auch im Bereich der Mobile Device Management Services strategisch wichtig.

Die Trends 2013

Der Zugriff auf Unternehmensdaten via Smartphones und Tablets gewinnt in Unternehmen aller Größenordnungen an Bedeutung. Verstärkt wird dieser Trend durch die zunehmende Akzeptanz des ByoD-Konzepts (Bring your own Device) in Richtung Smartphones und Tablets. Das hat bekanntlich Vor- und Nachteile: Einerseits fördert der mobile Zugriff auf die Unternehmensdaten die Flexibilität, Mobilität und Unabhängigkeit von Mitarbeitern und Prozessen – und damit auch des gesamten Unternehmens. Andererseits wachsen damit die Anforderungen an Bereitstellung, Management und Sicherheit der Unternehmens-IT. Verstärkt wird dies dadurch, dass neue mobile Endgeräte in den wenigsten Fällen kontrolliert und von der IT-Abteilung zentral gesteuert Einzug im Unternehmen halten. Die Herausforderung besteht hier vor allem in der Vielfalt der Endgeräte. Insbesondere in mittelständischen Unternehmen fehlen für den internen Einsatz entsprechender Mobile Device Management-Softwarelösungen häufig die personellen und finanziellen Ressourcen.

Mittelständler stoßen an ihre Grenzen

Die immer breiter werdende Palette von Geräten, Betriebssystemversionen und Standards sowie die Komplexität bei der Implementierung mobiler Services lassen mittelständische Unternehmen leicht an ihre Grenzen stoßen. Gleichzeitig steigt der Druck durch die Nutzer, die auf eine Konvergenz in der Funktionalität ihrer Endgeräte drängen. Um dennoch die Vorteile einer „mobilen Unternehmenskultur“ zu genießen, ziehen Anwenderunternehmen gern externe Dienstleister als Alternative zum Aufbau eigener Ressourcen in Erwägung.

Hinzu kommt, dass der Wettbewerbs- oder Kostenvorteil, diese Management-Aufgabe intern zu erbringen, eher gering ist und es schon deshalb naheliegt, an einen Dienstleister auszulagern.

Auch Unternehmen, die bislang den administrativen Support und das Gerätemanagement für „Standardgeräte“ wie PCs oder Laptops eigenständig bestreiten konnten, können bei Mobile Device Management vom Support durch Dienstleister profitieren. Das Jahr 2013 wird dadurch gekennzeichnet sein, dass stationäre PC-Arbeitsplätze vielerorts von mobilen Endgeräten abgelöst werden. Dazu gehört auch die Einführung von flexiblen Büroaufteilungen (Shared Space), wie sie bei einigen innovativen Unternehmen schon seit vielen Jahren typisch sind. Dort können Mitarbeiter frei aus einer bestimmten Anzahl von Arbeitsstationen wählen und platzieren sich und ihre Unterlagen immer wieder neu – entsprechend der Tasks, Projekte und Teamkonstellationen.

Auch wenn mittelständische Unternehmen und Large Accounts typischerweise über geeignete IT-Maßnahmen verfügen – von internen personellen Ressourcen bis hin zum Outsourcing bestimmter Aufgaben –, geraten sie angesichts dieser Entwicklung an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit.

Über den Autor:

Wolfgang Schwab ist als Manager Advisor & Program Manager Efficient Infrastructure bei der Experton Group tätig. Schwerpunktmäßig berät er IT-Anwender und IT-Anbieter in den Bereichen Client der Zukunft, Green IT, effiziente IT-Infrastruktur und Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Wolfgang Schwab, Manager Advisor & Program Manager Efficient Infrastructure bei der Experton Group AGKontaktdaten:

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Feb
18

Projekte managen mit Office 365 (Teil 1)

publiziert von Axel Oppermann, Senior Advisor bei der Experton Group

Das Interesse an Office 365 / Office 2013 steigt deutlich. Nachfolgend gehen wir auf die grundsätzliche Bedeutung von Office-Lösungen in Produktivitätsumgebungen ein, und wir werfen einen Blick auf einzelne interessante Funktionen und die daraus entstehenden Optionen für IT und Business. Heimlicher Gewinner der Neuausrichtung von Office „Project“, das Microsoft-Produkt für die Welt der Projekte.

Projekte sind maßgeblich von drei Zielgrößen bestimmt: Sach-, Kosten- und Terminziele. Alle genannten Zielgrößen beeinflussen sich gegenseitig und bilden sogenannte konkurrierende Beziehungen. Werden in einem Projekt beispielsweise kürzere Durchlaufzeiten (Terminziele) verlangt, ist in der Regel auch mit höheren Aufwendungen (Kostenziele) zu rechnen.

Damit stellt das Management von Projekten viele Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Im Kern geht es beim Projektmanagement darum, Führung und Steuerung, Organisation, Techniken und Ressourcen, die zur Abwicklung eines Projektes notwendig sind, ganzheitlich abzubilden und umzusetzen. Um den Anteil an erfolgreichen Projekten zu erhöhen, werden neben Management- und Führungskonzepten auch technische Hilfsmittel wie Projekt- und Portfolio-Management-Lösungen oder Enterprise-Projekt-Management-Systeme (PPM-/EPM-Systeme) eingesetzt.

In der Regel sind diese Systeme extrem komplex in Konzeption, Aufsetzung und Betrieb. Auch die Kombination von Projekt- und Kollaborationssoftware war in der Vergangenheit oft eine Herausforderung. Durch die clevere Kombination von Projekt- und Kollaborationssoftware lässt sich die Zusammenarbeit von Projektteams maßgeblich fördern.

Organisational Lernen in Projekten

Nicht von ungefähr hat sich dieses Vorgehen in vielen Unternehmen als Basis für eine effiziente Umsetzung der Projekte bewährt. Wird das Projektmanagement durch das Zusammenspiel von Projekt- und Kollaborationssoftware im Unternehmen gelebt, ermöglicht dies, aus der Gegenwart und der Vergangenheit zu lernen. Die Unternehmen profitieren von der Analyse abgeschlossener Projekte genauso wie von der permanenten Überprüfung der laufenden Projekte. Somit wird eine neue Form des „organisationalen Lernens“ ermöglicht. Dabei sind die Rollen klar verteilt: Die EPM-Systeme liefern das Wissen und die grundlegenden Funktionalitäten für die Projekte, die Kollaborationsplattformen stellen ein Tool bereit, das die Zusammenarbeit auf Basis der definierten Rahmenparameter umsetzt.

Seit der ersten Client-Version im Jahr 1986 und der ersten Server-Version in 2000 hat Microsoft das Produkt „Project“ technisch wie zweckgerecht systematisch und ständig weiterentwickelt. Dabei hat sich der Software-Riese in den letzten 15 Jahren bewusst und zielgerichtet dem Enterprise-Thema „Projektmanagement“ gewidmet. Die Folge ist, dass sich vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen in den Lösungen nicht wiederfinden. Außerdem klaffte seit der Einführung von Office 365 im Juni 2011, bzw. auch beim Vorgänger BPOS (Business Productivity Online Standard Suite) eine Lücke im Angebot von Microsofts Cloud Services. Mit der Einführung des neuen Office rundet Microsoft das Portfolio jetztab.

Microsoft Project – zwei Modelle

Die neue Produktgeneration von Project wird in zwei unterschiedlichen Lizenz- und Bereitstellungsmodellen angeboten: Als Dauerlizenz und als Cloud Service (Mietlizenz). Der Microsoft Project Server ist die standardisierte Lösung für unternehmensweites Multiprojektmanagement in Microsofts Enterprise Project Management (EPM) Umgebung. Der Server ist als klassische Dauerlizenz zu beziehen.

Das Pendant aus der Cloud ist Project Online. Hierbei handelt es sich um eine von Microsoft im Rahmen von Office 365 gehostete Project-Portfolio-Management- (PPM-) Lösung. Project Online ist grundsätzlich funktionsgleich dem Project Server. Der Service fußt technisch auf der Office 365-Plattform. Project Online kann komplett unabhängig von Office 365 beschafft werden oder in Kombination mit anderen Produktplänen aus der Office 365-Familie.

Auf der Client-Seite wird Project Professional 2013 respektive Project Standard 2013 als eine Einzelprojektmanagement-Lösung für den lokalen Arbeitsplatz angeboten. Die Software, die als Dauerlizenz angeboten wird, dient der Planung, Steuerung und Überwachung von Projekten. Auch hier gibt es ein Gegenstück als Cloud Service: Project Pro für Office 365.

Project Pro für Office 365 wird wie bei Office über die sogenannte Click-to-Run-Technologie (C2R) bereit gestellt. Die Installation erfolgt aus der Cloud; Updates und Neuerungen werden automatisch eingespielt. Anwender erhalten jeweils die neueste verfügbare Version. Die Client-Mietmodelle können komplett unabhängig und alleinstehend gemietet werden. Hierdurch können Anwender extrem individuell und zielgerichtet mit Software versorgt werden.

Im zweiten Teil unseres Beitrags skizzieren wir Project Online als Alternative zur selbst aufgesetzten Infrastruktur.

Über den Autor:
Axel Oppermann ist als Senior Advisor bei der Experton Group tätig. Sein Schwerpunkt liegt im Bereich der Analyse und Bewertung der strategischen Einführung ICT-basierter Produkte und Dienstleistungen. Er unterstützt Anwenderunternehmen im Bereich der strategischen Einsatzplanung, IT-Beschaffung, Allokation und Lizenzierung von Software mit dem Schwerpunkt auf Microsoft-Produkten.

Axel Oppermann, Senior Advisor bei der Experton GroupKontaktdaten:
Axel Oppermann
Experton Group AG
Carl-Zeiss-Ring 4
85737 Ismaning

Telefon: 089 / 923331-0
Telefax: 089 / 923331-11
E-Mail:info@experton-group.com
Internet: www.experton-group.de

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Feb
4

Freelancer: die 50 aktuellen Umsatzbringer

publiziert von Helmut Landenberger, Initiator und Inhaber von Comago

Freelancer, der Online-Marktplatz für unabhängige Dienstleister und Freiberufler, hat jetzt den Freelancer Fast 50 Report für das vierte Quartal 2012 veröffentlicht. Der Report zeigt die aktuellen Trends auf dem Online-Jobmarkt auf. Wichtigstes Ergebnis: Wer sich als Freelancer im IT-Sektor auf webnahe Entwicklungen und Applikationen spezialisiert (hat), braucht sich um Aufträge in der nächsten Zeit wohl kaum Sorgen zu machen. Im Gegenteil: der Markt boomt.

Website Hosting etwa wächst analog zur weiteren Verbreitung von Cloud Computing und setzt sich an die Spitze der Liste. Auch Windows Desktop Apps nehmen nach der Veröffentlichung von Microsoft Windows 8 Fahrt auf, eine Abschwächung zeigt sich lediglich bei Apple Apps. Im Zuge des Weihnachtsgeschäfts 2012 wuchs im vierten Quartal die Zahl der Projekte zur Qualitätssicherung von Software und Websites rasant. Außerdem werden mit der Neugestaltung von eBay mehr Jobs für diesen Bereich ausgeschrieben. Weiter an Boden verlieren Social Media und Internet Marketing Jobs. Der Grund dafür sind laut Freelancer immer neue Änderungen der Suchalgorithmen der Plattformen und Suchmaschinen.

Die Top Trends:

●    Die Zahl der Ausschreibungen in Richtung Website Hosting hat sich mehr als verdreifacht – sie stieg im vierten Quartal 2012 um über 3.300 Prozent auf 4.059 Jobs sprunghaft an. Dies vor allem aufgrund der Verlagerung von immer mehr Geschäftsmodellen in die Cloud. Denn bei den meisten dieser Jobs ging es darum, bestehende Websites in die Cloud zu verlagern oder neue, in der Cloud gehostete Websites online zu stellen.

Herausragender Auftraggeber im vergangenen Quartal war Amazon Web Services in diesem Bereich. Das Unternehmen steigerte seine Ausschreibungen um sagenhafte 466 Prozent auf 1.895 Jobs. Nach wie vor dominiert der eCommerce-Riese mit seiner EC2-Plattform auch die Cloud, expandiert schnell in neue Regionen und implementiert schnellere Server der neuen Generation mit größerer Speicherkapazität.

●    Microsoft Desktop Apps nehmen nach der Veröffentlichung von Windows 8 Fahrt auf: Die Nachfrage nach Windows Desktop Apps schnellte um 305 Prozent auf 1.923 Jobs in Höhe, nachdem Microsoft sein neues Betriebssystem auf den Markt gebracht hatte. Das Gesamtvolumen dieser Projekte blieb jedoch noch gering. Microsoft Word erlebte Zuwächse um 211 Prozent auf 4.578 Jobs, die Zahl der Ausschreibungen zum Thema Powerpoint stieg um 309 Prozent auf 1.253 Jobs.

●    Nachdem sich mittlerweile mehr als eine Million Apps im Apple App Store tummeln, zeigen die Entwickler für mobile Plattformen von Apple offenbar erste Anzeichen der Ermüdung. Im vierten Quartal gingen die Jobs mit Bezug zu Apples iOS erstmals seit der Erhebung des Fast 50 Reports zurück. iPhone Jobs fielen um 3.8 Prozent auf 5.298, Jobs für das iPad um 14 Prozent auf 2.036. Dieser Rückgang spiegelte sich auch in Apples Aktienkurs, der im Verlauf des Quartals um 20 Prozent abstürzte. Auf der anderen Seite gewann Android im Zuge der Ablösung von Apples iOS als marktführendes mobiles Betriebssystem 7 Prozent (4.282 Jobs) hinzu.

„Dies ist ein grundlegender Wandel im Bereich der Plattformen“, kommentierte Googles Executive Chairman Eric Schmidt den wachsenden Vorsprung von Android vor iOS. „Die Größenordnung ist ähnlich wie im Wettstreit zwischen Microsoft und Apple vor 20 Jahren. Wir sind hier der ziemlich eindeutige Sieger.“

●    Die Zahl der Projekte zur Qualitätssicherung von Software und Websites wächst rasant, weil sich viele eCommerce Websites sich auf das Weihnachtsgeschäft vorbereiteten: Das vierte Quartal brachte folglich eine Spitze bei Jobs im Bereich Tests von Software und Website. Der Online-Einzelhandel war darauf aus, seine Websites für die umsatzstärkste Zeit des Jahres fehlerfrei und einsatzbereit zu machen. Das Testen von Software wuchs um 2.500 Prozent auf 5.200 Jobs. Einen ähnlich kräftigen Zuwachs um 2.055 Prozent auf 3.923 Jobs gab es beim Testen von Websites

●    Mit der Neugestaltung von eBay werden immer mehr eBay-Jobs ausgeschrieben. Nach 17 Jahren im Geschäft mit Online-Auktionen hat das Unternehmen eine Reihe tiefgreifender Veränderungen an seiner Website und der mobilen Applikation vorgenommen und auch den Markenauftritt erneuert. Diese Veränderungen haben zusammen mit einer Verlagerung der Schwerpunkte auf mobile und für kleine Unternehmen geeignete Anwendungen zu einer Zunahme der eBay-Jobs um 22 Prozent auf 1.790 Jobs im Quartal geführt. Mit dem Umbau der Auktionsplattform in einen eCommerce Marktplatz stellt sich eBay dem direkten Wettbewerb mit Amazon, dem Giganten im Technik-Einzelhandel.

●    Immer neue Änderungen der Suchalgorithmen von Suchmaschinen und Social Media Plattformen sorgen dafür, dass weniger Social Media und Internet Marketing Jobs ausgeschrieben werden. Trotz des Booms bei der Internetnutzung haben permanente Änderungen und negative Berichterstattung Verwirrung in der Werbebranche gestiftet. Man fragt sich zunehmend, ob sich die Nutzung sozialer Netzwerke als Werbeplattformen irgendwann lohnen wird. Nach Einschätzung der New York Times werden derzeit nur 14 Prozent der Werbebudgets in soziale Netzwerke investiert. Diese Verunsicherung spiegelt sich auf dem Online-Jobmarkt wider, wo Social Networking Projekte im vergangenen Quartal um 5,1 Prozent auf 5.820 Jobs zurückgingen. Sowohl Facebook (- 8,4 Prozent auf 7.186 Jobs) als auch Twitter (- 6,4 Prozent auf 2.240 Jobs) bekamen das zu spüren.

●    Internet Marketing wurde insgesamt wenig nachgefragt, (- 1.4 Prozent auf 15.244 jobs), während die Suchmaschinenoptimierung noch immer unter den Nachwirkungen der Panda Veränderungen von Google leidet (- 3.3 Prozent auf 10,159 Jobs). Einige Marketingverantwortliche griffen daher wieder auf Email Marketing zurück, was zu einem Zuwachs von 186 Prozent auf 1.003 Jobs führte.

“Der Freelancer Fast 50 Report ist ein führender und einzigartiger Indikator für die Entwicklung der online Wirtschaft“, sagt Matt Barrie, CEO von Freelancer.de. „Er basiert auf Zahlen von Freelancer.de, dem größten Outsourcing-Marktplatz der Welt, mit annähernd 7 Millionen Usern und bis heute mehr als 4 Millionen Projekten. Hieraus und aus der Auswertung von mehr als 100.000 online ausgeschriebenen Jobs pro Quartal bietet der Freelancer Fast 50 Report einzigartige Einblicke in das Auf und Ab bei der Nachfrage nach Fähigkeiten, Technologien, Produkten und in die Leistungsfähigkeit von Unternehmen.“

Über Freelancer.de:
Der mit dem renommierten Webby Award ausgezeichnete Online-Marktplatz Freelancer.com betreibt zahlreiche regionale Seiten wie Freelancer.de und ist der weltgrößte Marktplatz für Outsourcing. Über Freelancer.com treten Unternehmen mit unabhängigen Dienstleistern und Freelancern in Kontakt. Freelancer.com verbindet mehr als 6,7 Millionen Experten auf der ganzen Welt. Über die Websites können Auftraggeber Aufträge in Bereichen wie Softwareentwicklung, Schreiben von Texten, Datenerfassung, Design, bis zu Maschinenbau, wissenschaftlicher Arbeit, Verkauf und Marketing, Buchhaltung oder juristischen Dienstleistungen an Freelancer vergeben.

Über den Autor:
Helmut Landenberger ist Initiator und Inhaber von Comago – Kommunikation. Marketing. Organisation. Er arbeitet als Analyst, Berater und Texter, erarbeitet Konzepte, koordiniert Kontakte zwischen Unternehmen und leitet Projektteams. Der Experte für Marketing, Kommunikation und Public Relations mit langjähriger Erfahrung in der Wirtschaft, der Forschung und in öffentlichen Institutionen arbeitet als Coach auch mit dem Technologie Coaching Center Berlin (TCC) zusammen.

Helmut Landenberger, Initiator und Inhaber von ComagoKontaktdaten:
Helmut Landenberger
COMAGO
Kommunikation . Marketing . Organisation
Wiesenstraße 55
14612 Falkensee
Deutschland
Telefon: +49 33 22 84 06 52
E-Mail: landenberger@comago.de
Internet: www.comago.de

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Jan
31

Office 365 – so laufen Projekte (Teil 2)

publiziert von Axel Oppermann, Senior Advisor bei der Experton Group

Unser Leitmodell für den Vertriebs- und Beratungsprozess im Office 365-Geschäft behandelt in Teil 2 die wichtigsten Eckpunkte zur Organisation von Projekten. Dabei ist es im Grunde gleichgültig, um welche Art von Projekten es sich handelt. Denn nicht nur die IT-Welt ist eine Welt von Projekten. Auch das einzelne Individuum lebt in einer Welt von Projekten. Ob im privaten, beruflichen oder gesellschaftlichen Umfeld – Projekte sind überall, und schon gar nichts Neues.

Es hat sie vielmehr schon immer gegeben, und es wird sie wohl auch immer geben. Der Bau des Colosseums in Rom, die Errichtung der Freiheitsstatue in New York, die Organisation eines lokalen Fußballturniers oder auch die Erstellung dieses Dokuments – dies alles sind Beispiele für die große Vielfalt von Projekten.

Und natürlich gibt es sowohl positiv als auch negativ verlaufende Projekte. Als positiv verlaufendes Projekt kann die Durchführung der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland 2006 herangezogen werden. Als negative Beispiele werden in diesem Zusammenhang oftmals der Eisenbahnraub in England oder neuerdings Infrastrukturprojekte in Deutschland benannt.

Drei Zielgrößen

Der Erfolg von Projekten wird maßgeblich von drei Zielgrößen bestimmt. Dies sind

  • Sachziele,
  • Kostenziele und
  • Terminziele.

Alle genannten Zielgrößen beeinflussen sich gegenseitig. Die Ziele bilden sogenannte konkurrierende Beziehungen. Werden in einem Projekt beispielsweise kürzere Durchlaufzeiten (Terminziele) verlangt, ist in der Regel auch mit höheren Aufwendungen (Kostenziele) zu rechnen.

Aber nicht nur die Zielgrößen in den Projekten sind von entscheidender Bedeutung, sondern vielmehr auch die Gesamtstruktur der Leistungen – angefangen bei der originären Planung des Angebots über die vertriebliche Organisation bis hin zur eigentlichen Leistungserbringung.

Als Beispiel aus dem IT-Channel ziehen wir die Neuausrichtung und Evolution kleinerer und mittelständischer Unternehmen – hier Systemhäuser oder Integratoren – heran. Immer mehr Verantwortliche in Unternehmen des IT-Channels wollen ihre Organisation in Richtung integrierte Services weiterentwickeln. Ein besonderer Produkt- und Leistungsbereich bildet hierbei das mit Office 365 realisierte Cloud Computing in seinen unterschiedlichen Ausprägungen.

Wie kaum ein anderes Thema hat Cloud Computing in den letzten Jahren die Diskussion in der IT-Industrie beflügelt. Bereits im Jahr 2011 vollzog sich in ersten großen Schritten der Wechsel von der reinen Diskussions-, Evaluierungs- sowie Planungsphase hin zu konkreten Investitions- und Implementierungsprojekten. Ende 2012 ist „die Cloud“ umfassende Realität. Der nachhaltige Wachstumstrend der letzten Jahre im zweistelligen Prozentbereich wird sich auch in den kommenden drei bis fünf Jahren fortsetzen.

Grundlage für diesen stabilen Wachstumstrend ist in derer Linie die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten für kleine, mittlere und große Unternehmen. Während bei anderen technologischen Innovationen in frühen Marktphasen oft die großen und finanzstarken Unternehmen profitieren, können durch Cloud Computing auch kleine Unternehmen und Organisationen ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Office 365 und Milliardenmarkt SaaS

Eine besondere Ausprägung, zu der auch „Office 365“ zählt, ist Software as a Service, kurz SaaS. Der SaaS-Markt in Deutschland ist heute ein Milliardenmarkt. Besonders starke nachgefragt sind Kollaborations-, Kommunikations- und E-Mail-Lösungen. Also Angebote, die die Produktivitätssteigerung der Mitarbeiter adressieren – bei gleichzeitiger Reduktion der IT-Infrastruktur im Unternehmen.

Für den IT-Channel sind Lösungen wie Office 365 von besonderem Interesse, da hiermit sowohl Provisionserlöse, als auch Umsätze aus dem Beratungs- und Projektgeschäft sowie laufende Service-Umsätze erzielt werden können. Grund für immer mehr (klassische) Reseller, Systemhäuser und Integratoren, in diesen lukrativen Markt vorzustoßen.

Jedoch ist nicht alles Gold was glänzt. Insbesondere Unternehmen im IT-Channel, die ihre Leistungen klassisch über die Modelle „Zeit & Material“ (T&M), Produktgeschäft oder über extrem eindimensionale Projekte erbringen, sehen sich vor der Herausforderung, den Vertrieb- und die Leistungserbringung auf die neuen Projekt- und Entscheidungszyklen abzustimmen. Auch stellen sich viele Entscheider bei Integratoren, ISVs und in Systemhäusern die Frage, wie lange erbrachte Beratungs- und/oder Informationsleistungen gegenüber dem Kunden als Vertriebsaufwand eingestuft werden, und ab wann eine Fakturierung und Monetarisierung der Leistungen erfolgen kann.

Scheitern vermeiden – aber wie?

Ein Scheitern von Projekten auch im Umfeld von Office 365 ist keine Seltenheit, die Situationen „nicht in-time“ und „nicht in-budget“ sind dabei die häufigsten Ausprägungen. Ein Scheitern liegt vor, wenn Ziele und/oder Termine nicht erreicht und dadurch die geplanten Ergebnisse verfehlt werden.

Aber auch bereits in der Vertriebsphase von erklärungsbedürftigen Produkten wie Office 365, wo unter Umständen ein stark fragmentiertes Buying-Center vorzufinden ist, werden bereits viele Projektchancen vernichtet. Insbesondere bei Anbietern, die erst in das Projektgeschäft einsteigen, ist dies in vielen Fällen sogar die Regel. Grundsätzlich liegt diese Situation nicht an fehlenden Fachkenntnissen der Anbieter, oder Desinteresse auf Seiten der Anwender, sondern vielmehr ist es auf ein Fehlen von proaktivem Management und unstrukturiertem Vorgehen zurückzuführen.

Strukturiertes Vorgehen als Erfolgsfaktor

Unternehmen im IT-Channel laufen dann zwangsläufig „in ein offenes Messer des Scheiterns“, wenn nicht der gesamte Prozess von der Vertriebsphase, über Projektplanung bis hin zur Umsetzung systematisch durchstrukturiert ist. Die Gründe hierfür sind unter anderem:

  • keine Standards für Vertriebsprozesse
  • keine definierte Abgrenzung zwischen Vertriebsphase und Beratungsphase (Leistungserbringung)
  • fehlendes Reporting (Projekt-Reporting), kein Überblick über schlecht-laufende Projekte
  • kein projektbezogenes Ressourcenmanagement
  • keine Projektmanagement-Standards
  • fehlende oder fehlerhafte Kommunikation
  • keine Transparenz zwischen den einzelnen Projektschritten
  • mangelnde Dokumentation
  • Demotivation der Projektteilnehmer aus dem Misserfolg einzelner Projektschritte oder fehlender Anerkennung

Die Experton Group empfiehlt Unternehmen aus dem IT-Channel, die ernsthaft im Umfeld von Office-Produktivitätslösungen „aus der Cloud“ Leistungen erbringen wollen, ein strukturiertes Vorgehensmodell zu entwickeln. Dieses muss der organisatorischen und operativen Leistungsfähigkeit des eigenen Unternehmens angepasst sein.

Über den Autor:
Axel Oppermann ist als Senior Advisor bei der Experton Group tätig. Sein Schwerpunkt liegt im Bereich der Analyse und Bewertung der strategischen Einführung ICT-basierter Produkte und Dienstleistungen. Er unterstützt Anwenderunternehmen im Bereich der strategischen Einsatzplanung, IT-Beschaffung, Allokation und Lizenzierung von Software mit dem Schwerpunkt auf Microsoft-Produkten.

Axel Oppermann, Senior Advisor bei der Experton GroupKontaktdaten:
Axel Oppermann
Experton Group AG
Carl-Zeiss-Ring 4
85737 Ismaning

Telefon: 089 / 923331-0
Telefax: 089 / 923331-11
E-Mail:info@experton-group.com
Internet: www.experton-group.de

 

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Jan
29

Office 365 – so laufen Projekte (Teil 1)

publiziert von Axel Oppermann, Senior Advisor bei der Experton Group

Viele Anwender und auch der IT-Channel setzen mittlerweile auf Office 365, wenn es um Office- und Kollaborationslösungen geht. Doch viele Unternehmen in der IT-Wertschöpfungskette suchen noch ihren Platz und ihr Modell in den integrierten Leistungsmöglichkeiten rund um Office 365. Angepasste und erweiterte Lizenzmodelle erleichtern den Einstieg. Allerdings gestaltet sich für Einsteiger die Konzeption der Vertriebsphase wie die eigentliche Leistungserbringung als Herausforderung. Oft liegen keine oder nur geringe Kenntnisse über das Servicegeschäft im Allgemeinen und eine reibungslose Transformation des eigenen Geschäftsmodells im Besonderen vor.

Die Empfehlung der Experton Group für Unternehmen aus dem IT-Channel ist klar: Wer mit seinen Leistungen im Umfeld von Office 365 und anderen Office-Produktivitätslösungen erfolgreich sein will, braucht einen strukturierten Vertriebsansatz. Außerdem sind erfolgskritisch: professionelles Projektmanagement und klare Abgrenzungen zwischen den Bereichen Vertriebsphase, Beratungsphase und Umsetzung. Dabei ist es hilfreich, wenn nicht unabdingbar, diese Abgrenzungen dem Kunden zu kommunizieren.

Zehn Schritte zum Marktangang mit Office 365

Es wird empfohlen, den Marktangang, der sich in die Bereiche Planung, Umsetzung und Nachfassen unterteilt, in zehn Schritten zu erarbeiten und umzusetzen.

Diese zehn Schritte sind:

  • Organisation: Business Management, also Planung & Strategie, Finanzen, Personal, Verwaltung und Erarbeitung beziehungsweise die Individualisierung der Ansprache-Szenarien.
  • Segmentierung: Segmentierung der Kundenbasis, beziehungsweise Validierung ausgewählter Kunden sowie Erarbeitung und Matching der Ansprachemuster.
  • Grundverständnis schaffen: Briefing des Kunden.
  • Anforderungen und Verantwortlichkeiten definieren: Im Fokus stehen Chancen, nicht Pläne oder Kosten. Dabei wird aufgezeigt, ob die Lösungen zu den Anforderungen passen.
  • Abgleich und Evaluierung: Gespräch beim Kunden auf die Vorteile lenken
  • Absichtserklärung / Letter of Intent: Für Denken sorgen, zum Handeln stimulieren.
  • Konzept und Machbarkeitsstudie: Entwicklung und Bereitstellung eines Konzepts zur  technischen und organisatorischen Machbarkeit.
  • Beauftragungs- und Vertragsabschluss
  • Umsetzung / Bereitstellung: Umsetzung des Migrationsplans.
  • Nachfassen (After Sales / Cross Selling): Den Kunden auf Basis der gewonnen Informationen entwickeln.

Neben der grundlegenden organisatorischen Ausrichtung gilt es auch die inhaltliche Gesprächsführung – die Diskussion – über die definierten Teilschritte zu leiten. Hierzu sollten den jeweiligen Rolleninhabern und Personen beim Anwenderunternehmen vor allem folgende Themen zu vermitteln:

  • Datenschutz,
  • technische Anforderungen,
  • Mehrwert von Cloud Computing im Allgemeinen und Office 365 im Besonderen,
  • Lizenzbeschaffung und Überführung,
  • Vertragsumfang und Vertragsgestaltung
  • sowie das Thema Support

Über den Autor:
Axel Oppermann ist als Senior Advisor bei der Experton Group tätig. Sein Schwerpunkt liegt im Bereich der Analyse und Bewertung der strategischen Einführung ICT-basierter Produkte und Dienstleistungen. Er unterstützt Anwenderunternehmen im Bereich der strategischen Einsatzplanung, IT-Beschaffung, Allokation und Lizenzierung von Software mit dem Schwerpunkt auf Microsoft-Produkten.

Axel Oppermann, Senior Advisor bei der Experton GroupKontaktdaten:
Axel Oppermann
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