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Apr
4

Marktstudie: Ausblick Projektmarkt 2011

publiziert von Zvezdan Probojcevic, Leiter Marketing SOLCOM Unternehmensberatung GmbH

Im Januar 2011 wurden rund 5.989 Abonnenten des SOLCOM Online Magazins befragt, wie diese ihre generelle Auslastung im Jahr 2010 rückblickend beurteilen. Gleichzeitig hatten wir sie gebeten, uns ihre Einschätzungen für das laufende Geschäftsjahr 2011 zu nennen. In dieser Studie stellen wir Ihnen die aufschlussreichen Ergebnisse der Auswertung von 268 Teilnehmern zur Verfügung.

Frage 1: Wie gut war Ihre Projektauslastung in 2010?

Anhand der Vergleichswerte vom Vorjahr ließ sich ein durchweg positiver Trend erkennen: Der Anteil an Freelancern, die eine Projektauslastung von unter 50 Prozent angaben, sank kumuliert um 17,9 Prozent. Im Umkehrschluss stieg der prozentuale Anteil der Teilnehmer mit einer Auslastung von 76 Prozent und mehr um insgesamt 21 Prozent. Beide Werte sind damit deutliche Indikatoren eines massiv vollzogenen Aufschwungs im Projektgeschäft 2010.

Marktstudie: Ausblick Projektmarkt 2011 - 1

Frage 2: Der IT-Projektmarkt wird 2011 im Vergleich zum Vorjahr…

Die Einschätzung seitens der Umfrageteilnehmer bezüglich der Entwicklung des Projektmarktes zeigt zum zweiten Mal in Folge deutliche Tendenzen nach oben auf. 71,1 Prozent aller Befragten gehen von einem Wachstum aus. Das entspricht einer Steigerung von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die durchweg positive Stimmung lässt sich vor allem an der dritten Antwortmöglichkeit festmachen. Lag der Anteil der Befragten, der von einem Schrumpfen des Projektmarktes ausging, im letzten Jahr noch bei 11,3 Prozent, so sank der Wert in der aktuellen Erhebung um 9 Prozent auf einen marginalen Wert von 2,3 Prozent.

Marktstudie: Ausblick Projektmarkt 2011 - 2

Frage 3: Die Stundensätze werden 2011…

Die Hälfte aller Teilnehmer geht auch in 2011 von weiter steigenden Stundensätzen aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Zunahme von 10,6 Prozent und skizziert in Bezug auf die eigenen Verdienstmöglichkeiten einen anhaltend positiven Stimmungstrend unter den Freiberuflern. Wie in der vorangegangen Fragestellung geht die positive Einschätzung im Umkehrschluss mit einer deutlichen Abnahme des prozentualen Anteils der Befragten einher, die von einem Sinken der Stundensätze ausgehen. Dieser liegt bei 7,8 Prozent und entspricht einer Abnahme von 9,7 Prozent gegenüber den Werten aus dem letzten Jahr.

Marktstudie: Ausblick Projektmarkt 2011 - 3

Frage 4: Wie beurteilen Sie Ihre persönlichen Projektchancen für 2011?

Die Hälfte der Freiberufler schätzt ihre persönliche Aussicht auf ein Projekt besser ein als vor einem Jahr – der Wert sank im Vergleich zur Auswertung des vergangenen Jahres jedoch um 2,1 Prozent. Das eine tatsächliche Verbesserung der Situation seit 2010 eingetreten ist, lässt sich am ehesten an dem Stimmenanteil von 44,8 Prozent erkennen, der von einer unveränderten Situation ausgeht – 9,6 Prozent mehr als noch in 2010. Eine Verschlechterung der persönlichen Projektchancen prognostizieren demnach nur noch 5,2 Prozent der Teilnehmer – 7,5 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Marktstudie: Ausblick Projektmarkt 2011 - 4

Frage 5: Welche Themen / Bereiche bieten Ihrer Meinung nach die größten Marktchancen in 2011? (Mehrfachnennungen möglich)

Bei dieser Fragestellung waren Mehrfachnennungen sowie zusätzliche Freitextantworten möglich. Die deutliche Mehrheit der Teilnehmer geht davon aus, dass die größten Marktchancen 2011 im Bereich Business Intelligence (55,2%) sowie im SAP-Umfeld (44,8%) liegen. Auf dem dritten Platz, und mit 38,8% der Stimmen im Verhältnis zu den vorangegangenen Antworten leicht abgeschlagen, findet sich das Thema Unified Communications wieder. Chancen im Bereich des Prozessmanagement erhoffen sich immerhin noch 36,6 Prozent. Im mittleren Bereich finden sich Cloud Computing und Mobility mit jeweils 28 Prozent Stimmenanteil, gefolgt von IT Service Management und Security mit jeweils 26,1 Prozent. Die Schlusslichter bei dieser Fragestellung stellen Software as a Service (9,7%) und GreenIT (7,9%) dar. Die Möglichkeit, Freitextantworten zu geben, wurde bei dieser Fragestellung nicht genutzt.

Marktstudie: Ausblick Projektmarkt 2011 - 5

6. Welche Branchen, glauben Sie, werden 2011 am stärksten wachsen? (Mehrfachnennungen möglich)

Bei dieser Fragestellung waren Mehrfachnennungen so­wie zusätzliche Freitextantworten möglich. Die Mehrheit der befragten Teilnehmer sieht mit 56,2% der Stimmen im Automobilbereich das größte Potenzial für 2011, gefolgt von den Branchen Energie (39,6%) und Dienstleistung (29,1%). Auf Platz vier folgt der Gesundheitssektor (28,0%). Platz fünf teilen sich Handel und Finanzen mit jeweils 26,9 Prozent Stimmenanteil. Auffällig bei der diesjährigen Befragung ist die teilweise sehr homogene Verteilung im mittleren Wertungsbereich. So rangieren sechs der 16 Antwortmöglichkeiten zwischen 20,9 Prozent und 29,1 Prozent, wobei der höchste Wert bereits unter den Top 3 zu finden ist. Den geringsten Stimmenanteil verzeichnete die Investitionsgüterbranche (7,9%) und der öffentliche Sektor (5,2%). Freitextantworten wurden wie bei der vorangegangenen Fragestellung nicht abgegeben.

Marktstudie: Ausblick Projektmarkt 2011 - 6

Die detaillierten Marktstudien der SOLCOM Unternehmensberatung GmbH finden Sie als pdf-Dokument auch zum Download unter www.solcom.de/de/download.aspx.

Marktstudie: Ausblick Projektmarkt 2011

Über SOLCOM:
Auf Basis eines qualitätsgesicherten Expertenpools mit über 35.000 hochqualifizierten Spezialisten und seit 1994 gesammelter Erfahrung ist SOLCOM in der Lage, Spezialisten für alle Branchen und Technologien sowie für jede Position zur Verfügung zu stellen. Das Leistungsspektrum reicht von der partiellen Unterstützung über die Bereitstellung ganzer Expertenteams bis zum umfassenden „Third Party Management”. Die Arbeit von SOLCOM zeichnet sich vor allem durch Geschwindigkeit, Präzision und Marktübersicht aus. Bis dato hat das Unternehmen mehrere Tausend Projekte erfolgreich besetzt. Geschäftsführer von SOLCOM ist Dipl.-Kfm. Thomas Müller, Sitz des Unternehmens ist Reutlingen.

Zvezdan Probojcevic, Leiter Marketing SOLCOM Unternehmensberatung GmbHKontaktdaten:
Zvezdan Probojcevic
SOLCOM Unternehmensberatung GmbH
Schuckertstr. 1
72766 Reutlingen

Telefon: +49 – (0) 7121 / 1277 – 0
Telefax: +49 – (0) 7121 / 1277 – 490
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Jul
19

Marktstudie: Zwischenbilanz Geschäftsjahr 2010

publiziert von Zvezdan Probojcevic, Leiter Marketing SOLCOM Unternehmensberatung GmbH

Mitte Mai 2010 hatten wir rund 5.400 Abonnenten des SOLCOM Online Magazins gebeten, uns mitzuteilen, wie sie das erste Halbjahr nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise empfunden haben und dabei ihre persönliche Projekt-Situation einschätzen. In dieser Studie stellen wir Ihnen die aufschlussreichen Ergebnisse aus der Auswertung von 272 Teilnehmern zur Verfügung.

Frage 1: Wie war Ihre Projektauslastung im ersten Halbjahr 2010?

Die Marktsituation scheint sich allgemein entspannt zu haben. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl der Teilnehmer, die nicht einmal zur Hälfte ausgelastet waren, mit einem Gesamtwert von 14,3 % nahezu halbiert. Gleichzeitig sind die Werte der Teilnehmer, die über dem Durchschnitt liegen, signifikant gestiegen.

Marktstudie: Zwischenbilanz Geschäftsjahr 2010 - 1

Frage 2: Wie sicher sind Sie, dass Ihr aktuelles Projekt verlängert wird?

Bei der Verlängerung von Projekten zeichnet sich ebenfalls ein optimistisches Bild ab. Während sich mehr als drei Viertel aller Befragten sicher sind, dass Ihr aktuelles Projekt verlängert wird, ist der Personenkreis ohne aktuelles Projekt bzw. mit der Prognose, dass keine Verlängerung zustande kommt, drastisch gesunken.

Marktstudie: Zwischenbilanz Geschäftsjahr 2010 - 2

Frage 3: Wie viele Vorstellungstermine müssen Sie aktuell durchschnittlich wahrnehmen, um eine Beauftragung zu bekommen?

Der Trend nach oben führt sich auch bei dieser Fragestellung fort. Der Anteil der Teilnehmer, die mit wenigen Vorstellungsterminen an neue Beauftragungen kommen ist im Vergleich zur Auswertung in 2009 deutlich gestiegen. Möglicher Grund hierfür ist sicherlich die gesteigerte Nachfrage aufgrund der Wiederaufnahme von temporär eingestellten Projekten seitens der Kundenunternehmen sowie der Mangel an geeigneten Fachkräften auf dem regulären Arbeitsmarkt.

Marktstudie: Zwischenbilanz Geschäftsjahr 2010 - 3

Frage 4: Welche Faktoren sind aktuell für Sie entscheidend für die Projektwahl?
(Mehrfachnennungen möglich)

Bei dieser Fragestellung waren Mehrfachnennungen sowie zusätzliche Freitextantworten möglich. Der Stundensatz ist nach wie vor der wichtigste Faktor bei der Projektwahl und legte verhältnismäßig deutlich zu. Entgegen des Vorjahrestrends etablierte sich die im Zusammenhang mit dem Projekt stehende Aufgabe auf dem zweiten Platz. Beides deutet auf eine differenziertere Herangehensweise hin, welche ebenfalls dem Umstand einer verbesserten Marktsituation geschuldet sein könnte. Räumliche Nähe und die Laufzeit des Projektes sind weiterhin wichtige Faktoren. Die Bereitschaft, auf sämtliche Ansprüche zu verzichten, ist dagegen um mehrere Prozentpunkte zurückgegangen. Die Freitextantworten und damit die Nennung von alternativen Faktoren sind mit marginalen 2,4 % Stimmenanteil entgegen dem Vorjahr mit 34,4 % drastisch zurückgegangen und werden aus diesem Grund nicht explizit aufgeführt.

Marktstudie: Zwischenbilanz Geschäftsjahr 2010 - 4

Frage 5: Wie haben sich Ihrer Meinung nach die Stundensätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum entwickelt?

Mehr als ein Drittel (36,2 %) der Befragten konnte sich über gestiegene Stundensätze im bisherigen Jahresverlauf freuen. Hingegen beklagt ein Viertel (25,7 %) der Teilnehmer sinkende Stundensätze. Für 38,1 % der befragten Personen blieb aus monetärer Sicht bisher alles beim Alten.

Marktstudie: Zwischenbilanz Geschäftsjahr 2010 - 5

Frage 6: Wie hat sich Ihre Projektauslastung in 2010 im Vergleich zum Vorjahr entwickelt?

Bei der Auswertung zur Projektauslastung zeichnet sich ein ähnlicher Trend wie bei den Stundensätzen ab. Mehr als ein Drittel (38,1 %) konnte eine merkbare Verbesserung der Auslastung für sich verbuchen. Bei diesem Thema lag der Anteil derer, die über eine Verschlechterung der Situation klagten, jedoch deutlich geringer als in der vorangegangenen Fragestellung zum Stundensatz. Dementsprechend hoch ist der Anteil der Personen, die hinsichtlich der Projektauslastung ein gleich bleibendes Niveau verspürten.

Marktstudie: Zwischenbilanz Geschäftsjahr 2010 - 6

Frage 7: Was erwarten Sie im Bezug auf die Projektauslastung für das Gesamtjahr 2010?

Der befragte Teilnehmerkreis zeichnet ein optimistisches Bild für die Zukunft. Mehr als die Hälfte (52,3 %) erwartet eine Verbesserung der eigenen Auslastung bis zum Ende des Jahres. Lediglich 13,2 % der Befragten rechnen hingegen mit einer Verschlechterung der Situation. Interessant ist hierbei auch die Gegenüberstellung der Personenkreise, die von einer deutlichen Verbesserung mit 23,8 % bzw. Verschlechterung mit lediglich 4,8 % ausgehen.

Marktstudie: Zwischenbilanz Geschäftsjahr 2010 - 7

Die detaillierten Marktstudien der SOLCOM Unternehmensberatung GmbH finden Sie als pdf-Dokument auch zum Download unter www.solcom.de/de/download.aspx.

Marktstudie: Zwischenbilanz Geschäftsjahr 2010

Über SOLCOM:
Auf Basis eines qualitätsgesicherten Expertenpools mit über 35.000 hochqualifizierten Spezialisten und seit 1994 gesammelter Erfahrung ist SOLCOM in der Lage, Spezialisten für alle Branchen und Technologien sowie für jede Position zur Verfügung zu stellen. Das Leistungsspektrum reicht von der partiellen Unterstützung über die Bereitstellung ganzer Expertenteams bis zum umfassenden „Third Party Management”. Die Arbeit von SOLCOM zeichnet sich vor allem durch Geschwindigkeit, Präzision und Marktübersicht aus. Bis dato hat das Unternehmen mehrere Tausend Projekte erfolgreich besetzt. Geschäftsführer von SOLCOM ist Dipl.-Kfm. Thomas Müller, Sitz des Unternehmens ist Reutlingen.

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SOLCOM Unternehmensberatung GmbH
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Mrz
15

Marktstudie: Ausblick auf den Projektmarkt 2010

publiziert von Zvezdan Probojcevic, Leiter Marketing SOLCOM Unternehmensberatung GmbH

Zum Jahreswechsel hatten wir rund 5.000 Abonnenten des SOLCOM Online Magazins befragt, wie diese ihre generelle Auslastung im Jahr 2009 rückblickend beurteilen. Gleichzeitig hatten wir sie gebeten, uns ihre Einschätzungen für das laufende Geschäftsjahr zu nennen. In dieser Studie stellen wir Ihnen die aufschlussreichen Ergebnisse aus der Auswertung von rund 430 Teilnehmern zur Verfügung.

Frage 1: Wie gut war Ihre Projektauslastung 2009?

Eine Vielzahl der Umfrageteilnehmer hatte enorme Schwierigkeiten, eine adäquate Auslastung im krisengeschüttelten Jahr 2009 sicherzustellen. Knapp 30% der Befragten bewegten sich unterhalb der Auslastungsquote von 50%. Im Gegensatz dazu verlagerte sich allerdings mehr als die Hälfte aller Befragten auf das obere Ende der Skala, wobei 44,2% eine gute bis sehr gute Auslastung vorweisen konnten und 9,4% sogar Spitzenwerte von mehr als 100% erreichten. Alles in allem deuten die Ergebnisse zwar darauf hin, dass 2009 eine wesentliche Verschlechterung der Projektmarktsituation stattgefunden hat, jedoch wurde hiervon ein Großteil der Freiberufler verschont.

Marktstudie: Ausblick auf den Projektmarkt 2010 - 1

Frage 2: Der IT-Projektmarkt wird 2010 im Vergleich zum Vorjahr…

Die Einschätzung seitens der Umfrageteilnehmer bezüglich der Entwicklung des Projektmarktes in 2010 zeigt deutliche Tendenzen nach oben auf. Annähernd zwei Drittel aller Befragten gehen von einem Wachstum aus, wohingegen ca. ein Viertel ein ähnliches Niveau wie 2009 erwartet. Lediglich 11,3% denken, dass der IT-Projektmarkt in diesem Jahr weiter nachgeben wird.

Marktstudie: Ausblick auf den Projektmarkt 2010 - 2

Frage 3: Die Stundensätze werden 2010…

39,4% der Befragten freuen sich in 2010 auf steigende Stundensätze. 43,1% (und damit der größere Teil) gehen davon aus, dass sich die Stundensätze auf dem Vorjahresniveau bewegen werden. Sinkende Stundensätze erwarten immerhin noch 17,5% aller Teilnehmer.

Marktstudie: Ausblick auf den Projektmarkt 2010 - 3

Frage 4: Wie beurteilen Sie Ihre persönlichen Projektchancen für 2010?

Mehr als die Hälfte der Freiberufler schätzen ihre persönliche Aussicht auf ein Projekt besser ein als vor einem Jahr. 35,2% sind der Ansicht, dass in 2010 alles beim Alten bleibt und keine signifikante Verbesserung bzw. Verschlechterung eintreten wird, wohingegen 12,7% überzeugt sind, dass in 2010 eine Verschlechterung ihrer persönlichen Projektsituation eintreten könnte.

Marktstudie: Ausblick auf den Projektmarkt 2010 - 4

Frage 5: Welche Themen / Bereiche bieten Ihrer Meinung nach die größten Marktchancen in 2010? (Mehrfachnennungen möglich)

Bei dieser Fragestellung waren Mehrfachnennungen sowie zusätzliche Freitextantworten möglich. Die deutliche Mehrheit der Teilnehmer geht davon aus, dass die größten Marktchancen in 2010 im Bereich der Internet/web-orientierten Architektur (58,2%) sowie im SAP-Umfeld (42,5%) liegen. Auf dem dritten Platz, und mit 26,9% der Stimmen im Verhältnis zu den vorangegangenen Antworten relativ weit abgeschlagen, findet sich das Thema Business Intelligence wieder. Chancen im Bereich des Customer Relationship Managements erhoffen sich immerhin noch 19,9%. Den verhältnismäßig neuen Bereichen Cloud Computing und Green IT werden bis dato seitens der Umfrageteilnehmer keine großen Entwicklungssprünge zugetraut. Die Freitext-antworten zeigen aber, dass andere Themen ebenfalls Relevanz für Freiberufler besitzen. Insbesondere die folgenden Nennungen sind erwähnenswert:

Marktstudie: Ausblick auf den Projektmarkt 2010 - 5

6. Welche Branchen, glauben Sie, werden sich am schnellsten von der Wirtschaftskrise erholen? (Mehrfachnennungen möglich)

Bei dieser Fragestellung waren Mehrfachnennungen sowie zusätzliche Freitextantworten möglich. Die Mehrheit der befragten Teilnehmer sieht in der Pharmabranche mit 56,2% der Stimmen das größte Potenzial für eine schnelle Erholung, dicht gefolgt von der zuletzt stark gebeutelten Finanzbranche mit 53,1%. Auf Platz Drei und Vier folgen die Sektoren Energie (47,3%) und Telekommunikation (43,4%). Ebenfalls positive Entwicklungen für 2010 werden der Chemiebranche mit 39,2% der Stimmen und dem Sektor Gesundheit prognostiziert. Einer der großen Verlierer wird der allgemeinen Meinung nach die Automobilbranche bleiben. Lediglich 4,8% glauben hier an eine rasche Erholung. Die Freitextantworten haben keine signifikante Auswirkung auf das Ergebnis und werden in Folge dessen nicht gesondert aufgeführt.

Marktstudie: Ausblick auf den Projektmarkt 2010 - 6

Die detaillierten Marktstudien der SOLCOM Unternehmensberatung GmbH finden Sie als pdf-Dokument auch zum Download unter www.solcom.de/de/download.aspx.

Marktstudie: Ausblick auf den Projektmarkt 2010

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Auf Basis eines qualitätsgesicherten Expertenpools mit über 35.000 hochqualifizierten Spezialisten und seit 1994 gesammelter Erfahrung ist SOLCOM in der Lage, Spezialisten für alle Branchen und Technologien sowie für jede Position zur Verfügung zu stellen. Das Leistungsspektrum reicht von der partiellen Unterstützung über die Bereitstellung ganzer Expertenteams bis zum umfassenden „Third Party Management”. Die Arbeit von SOLCOM zeichnet sich vor allem durch Geschwindigkeit, Präzision und Marktübersicht aus. Bis dato hat das Unternehmen mehrere Tausend Projekte erfolgreich besetzt. Geschäftsführer von SOLCOM ist Dipl.-Kfm. Thomas Müller, Sitz des Unternehmens ist Reutlingen.

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Jan
26

Marktstudie: Gründe für Selbstständigkeit

publiziert von Zvezdan Probojcevic, Leiter Marketing SOLCOM Unternehmensberatung GmbH

Im November 2009 hatten wir die Leser des SOLCOM Online Magazins gefragt, was sie dazu bewogen hat sich selbständig zu machen. Es hat uns dabei besonders interessiert, welche Begleitumstände das Leben als eigener Chef mit sich bringt. Wo die größten Stolpersteine liegen und wie hoch die generelle Zufriedenheit mit dem Leben als Selbstständiger ist,  erfahren Sie hier in unserer Auswertung.

Frage 1: Welcher Grund war ausschlaggebend für die Selbstständigkeit?

Bei dieser Frage herrscht keine Einigkeit unter den befragten Teilnehmern. Im Gegenteil, das Feld spaltet sich in drei fast identisch große Gruppen. Keine Festanstellung gefunden zu haben und selbstbestimmtes Arbeiten rangieren dabei jeweils mit annähernd 30% der Antworten knapp vor dem Anreiz des höheren Einkommens (27,2%). Flexible Arbeitszeiten mit knapp 5% und die Aneignung von spezifischen Know-How mit lediglich 2% fallen als ausschlaggebende Gründe nicht ins Gewicht. Ähnlich gelagert sieht es bei den Freitextanworten aus, die einen Gesamtanteil von knapp 7% ausmachen. Zu den häufigst genannten Gründen zählten:

  • Unzufriedenheit mit der vorherigen Anstellung
  • Unzufriedenheit mit der sozialstaatlichen Absicherung
  • Kündigung aufgrund Insolvenz bzw. betriebsbedingt

Marktstudie: Gründe für die Selbstständigkeit und Begleitumstände - 1

Frage 2: In welcher Situation haben Sie die selbstständige Tätigkeit aufgenommen?

Bei dieser Fragestellung zeichnet sich wiederum ein deutliches Bild ab. Nahezu dreiviertel aller Befragten haben Ihre selbstständige Tätigkeit im Anschluss an eine Festanstellung aufgenommen. 18% der Teilnehmer waren vorsichtiger und begannen die Selbstständigkeit neben einer Festanstellung. Signifikant gering mit jeweils 5% ist der Anteil der Personen, die sich während bzw. nach einer Ausbildung oder eines Studiums für die Selbstständigkeit entschieden haben. Dies könnte auf fehlende Praxiserfahrung zurückzuführen sein.

Marktstudie: Gründe für die Selbstständigkeit und Begleitumstände - 2

Frage 3: Wo arbeiten Sie bevorzugt?

Wenn es darum geht sich einen Arbeitsort aussuchen zu können, tendieren 75% der Teilnehmer dazu, beim Kunden vor Ort tätig zu werden. 21% arbeiten lieber zuhause wogegen 4% bevorzugt einen externen Büroraum nutzen.

Marktstudie: Gründe für die Selbstständigkeit und Begleitumstände - 3

Frage 4: Wie akquirieren Sie bevorzugt neue Kunden bzw. Projekte?

Bei dieser Fragestellung waren Mehrfachnennungen so­wie zusätzliche Freitextantworten möglich. Die meist genutzten Wege für die Akquise von Kunden und Projekten sind die Projektportale (81,8%) dicht gefolgt von den thematisch eng verknüpften Projektdienstleistern (77,2%). Über Empfehlungen an Aufträge zu gelangen (72,7%) nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert ein. Auf Platz vier mit 20,4% rangiert die eigene Webpräsenz, die damit bei jedem Fünften als Instrument zur Akquise verwendet wird. Immerhin 6,8% nutzen die Möglichkeit direkte Kontakte zu Auftraggebern auf Messen und Konferenzen zu knüpfen bzw. sich über öffentliche Vorträge zu profilieren. Das Feld der klassischen Werbung (2,2%) liegt im Gesamtvergleich nahezu brach, genauso wie der verwandte Bereich der Pressearbeit. Diese passive Haltung setzt sich auch beim klassischen Telefonmarketing fort. Den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und aktiv auf potentielle Kunden zuzugehen ist ebenfall unbeliebt. Alles in allem deuten die Werte auf begrenzte zeitliche Kapazitäten, fehlendes Know How und  weniger ausgeprägte vertriebliche Ambitionen der Projektsuchenden hin.

Marktstudie: Gründe für die Selbstständigkeit und Begleitumstände - 4

Frage 5: Welche Projektportale / Business-Netzwerke nutzen Sie?

Bei dieser Fragestellung waren Mehrfachnennungen so­wie zusätzliche Freitextantworten möglich. Das Business Netzwerk XING ist das meistgenutzte Portal (86,3%) für Freiberufler und Selbstständige im IT und Engineering Umfeld. Auf dem zweiten Platz folgt mit weitem Abstand Projektwerk, das von jedem Vierten genutzt wird. Auf Rang drei liegt Freelancermap (22,7%) dicht gefolgt vom Portal Freelance, das jeder Fünfte in sein Networking einbindet. Die Freitextantworten zeigen aber, dass andere Portale die genannten teilweise sogar übertreffen können. Besonders Erwähnenswert sind die folgenden Nennungen:

  • GULP (mit einem Gesamtanteil von 47,7%)
  • Resoom (mit einem Gesamtanteil von 6,8%)

Marktstudie: Gründe für die Selbstständigkeit und Begleitumstände - 5

Frage 6: Welches waren die größten Problemfelder in der Anfangsphase Ihrer Selbstständigkeit?

Bei dieser Fragestellung waren Mehrfachnennungen so­wie zusätzliche Freitextantworten möglich. Die beiden größten Problemfelder der Umfrageteilnehmer waren die Kundenakquise (56,8%) und die damit einhergehende Vermarktung der eigenen Tätigkeit (38,6%). Die Steuer- und Einnahmeüberschusserklärung stellte mit 20,4% der Stimmen jeden Fünften vor größere Schwierigkeiten.
Die Kalkulation von Stundesatz bzw. Tagessatz, die eigene Buchhaltung und rechtliche Fragestellungen waren für 15,9% der Befragten Stolpersteine in der Anfangsphase. Finanzielle Fragen zu Themen wie z.B. Krediten oder Gründungszuschüssen sowie die Formalitäten der Ämter bereiteten 13,6% der Teilnehmer Kopfschmerzen. Überraschenderweise stieß die Wahl der Rechtsform bzw. die Anerkennung als Freiberufler für lediglich jeden zehnten auf Probleme, was darauf hindeutet, dass die Stellung des Freiberuflers ein Mehr an Akzeptanz bei den zuständigen Behörden gewonnen hat. Häufigere Freitextantworten waren:

  • Einnahmeausfälle (z.B. durch Krankheit, Unfall)
  • Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Marktstudie: Gründe für die Selbstständigkeit und Begleitumstände - 6

Frage 7: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem aktuellen Status als Selbstständiger?

Das Ergebnis fällt durchweg positiv aus. 88,6% aller Befragten geben ann mit Ihrer Entscheidung zufrieden zu sein, wovon 63,6% sich sogar sehr zufrieden äußern. Lediglich 6,8% waren oder sind mit Ihrem Ausflug in die Selbstständigkeit nicht zufrieden. Als Gründe dafür wurden genannt:

  • Finanzielle Engpässe
  • Fehlende Absicherung
  • Hohe Anzahl an Reisetätigkeiten

Marktstudie: Gründe für die Selbstständigkeit und Begleitumstände - 7

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Aug
24

Marktstudie: Zwischenbilanz Geschäftsjahr 2009

publiziert von Zvezdan Probojcevic, Leiter Marketing SOLCOM Unternehmensberatung GmbH

Zur Mitte des Jahres haben wir mehrere tausend Abonnenten des SOLCOM Online Magazins befragt, wie sie das erste Halbjahr vor dem Hintergrund der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise empfunden haben und dabei ihre persönliche Projekt-Situation einschätzen. Hier finden Sie die teilweise überraschenden Ergebnisse.

Frage 1: Wie war Ihre Projektauslastung im ersten Halbjahr 2009?

Die Mehrheit der Teilnehmer konnte trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine sehr gute bis hervorragende Projektauslastung verzeichnen. Dabei arbeiteten 29,4% der Teilnehmer unserer Umfrage bei einer Auslastung von mehr als 100 Prozent sogar über dem selbst gesetzten Limit. Dennoch gab es ebenso einen gravierenden Leerlauf zu beklagen: 7,9% berichteten, nicht einmal zur Hälfte ausgelastet zu sein, 17,7% gaben an, aktuell mit weniger als einem Viertel ihrer Kapazitäten tätig sein zu dürfen.

Marktstudie: Zwischenbilanz Geschäftsjahr 2009 - 1

Frage 2: Wie sicher sind Sie, dass Ihr aktuelles Projekt verlängert wird?

Bei der Verlängerung von Projekten zeichnet sich ein ähnlich gespaltenes Bild ab. Während sich 41,2% sicher sind, dass ihre aktuelle Beauftragung weitergehen wird, rechnen mehr als ein Viertel der Teilnehmer nicht mit einer Verlängerung oder sind sich unsicher, was den Fortbestand angeht. Beinahe jeder Siebte musste sogar beklagen, momentan in gar keinem Projekt involviert zu sein.

Marktstudie: Zwischenbilanz Geschäftsjahr 2009 - 2

Frage 3: Wieviele Vorstellungstermine müssen Sie aktuell durchschnittlich wahrnehmen, um in ein Projekt zu kommen?

Bei den Befragten, die im ersten Halbjahr auf der Suche nach einem Projekt waren, gab der mit 74,5% überwiegende Teil der Teilnehmer an, lediglich zwischen einer und fünf Vorstellungen wahrnehmen zu müssen, um ein neues Projekt für sich zu gewinnen. Immerhin jeder Vierte musste mit über sechs Terminen größere Anstrengungen unternehmen, um erfolgreich zu sein.

Marktstudie: Zwischenbilanz Geschäftsjahr 2009 - 3

Frage 4: Welche Faktoren sind aktuell für Sie entscheidend bzgl. der Projektwahl? (Mehrfachnennungen möglich)

Bei dieser Fragestellung waren Mehrfachnennungen sowie zusätzliche Freitextantworten möglich – das Ergebnis ist dennoch eindeutig. Die wichtigsten Kriterien für Freiberufler bei der Auswahl der Projekte sind nach wie vor Stundensatz und Aufgabe. Danach folgen die räumliche Nähe zum Arbeitsort und die Projektdauer. Enorme Flexibilität zeigte jeder Sechste mit der Bereitschaft, auf sämtliche Ansprüche bei der Suche nach einer Beauftragung zu verzichten. Die Freitextantworten zeigen allerdings, dass auch andere Themen eine wesentliche Rolle spielen. Zu den häufigsten Nennungen zählten:

  • Das Betriebsklima beim Kundenunternehmen
  • Seriosität und Reputation des Projektvermittlers
  • Wissenstransfer bzw. die Möglichkeit zur Aneignung neuer Fähigkeiten

Marktstudie: Zwischenbilanz Geschäftsjahr 2009 - 4

Die detaillierten Marktstudien der SOLCOM Unternehmensberatung GmbH finden Sie als pdf-Dokument auch zum Download unter www.solcom.de/de/download.aspx.

Marktstudie: Zwischenbilanz Geschäftsjahr 2009

Über SOLCOM:
Auf Basis eines qualitätsgesicherten Expertenpools mit über 35.000 hochqualifizierten Spezialisten und seit 1994 gesammelter Erfahrung ist SOLCOM in der Lage, Spezialisten für alle Branchen und Technologien sowie für jede Position zur Verfügung zu stellen. Das Leistungsspektrum reicht von der partiellen Unterstützung über die Bereitstellung ganzer Expertenteams bis zum umfassenden „Third Party Management”. Die Arbeit von SOLCOM zeichnet sich vor allem durch Geschwindigkeit, Präzision und Marktübersicht aus. Bis dato hat das Unternehmen mehrere Tausend Projekte erfolgreich besetzt. Geschäftsführer von SOLCOM ist Dipl.-Kfm. Thomas Müller, Sitz des Unternehmens ist Reutlingen.

Zvezdan Probojcevic, Leiter Marketing SOLCOM Unternehmensberatung GmbHKontaktdaten:
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Jul
27

Steuern sparen während Projektleerlauf

publiziert von Dipl.-Volkswirt Lothar Th. Jasper, Gründer und Leiter der IT-Steuerberatung

Als Freiberufler arbeiten Sie meist projektbezogen. Sie schließen Projektverträge ab, die fast immer befristet sind. Und auch das langfristigste Projekt ist irgendwann einmal zu Ende. Wenn Sie dann nicht kurzfristig einen neuen Auftrag finden, sind Sie zunächst für unbestimmte Zeit beschäftigungslos. Aber sind Sie deshalb kein Freiberufler mehr? Ist es dann sinnvoll oder auch erforderlich, die selbständige Tätigkeit beim Finanzamt abzumelden? Diplom-Volkswirt Lothar Th. Jasper, Leiter einer Full-Service-Kanzlei für IT- und Medienunternehmen, räumt in unserem Artikel mit den größten Irrtümern auf und erläutert gleichzeitig, wo die versteckten Fallstricke liegen, welche zusätzlichen Möglichkeiten bestehen Steuern einzusparen und warum Sie eine Abmeldung beim Finanzamt unter Umständen sogar mehr Geld kosten kann.

Stolperstein – Aufgabegewinn und Abschreibungen

“Wo keine Einnahmen, da keine steuerlichen Auswirkungen und weniger Arbeit“, werden Sie vielleicht denken. Nun, wenn Sie Ihre freiberufliche Tätigkeit abmelden, müssen Sie ein Abmeldeformular ausfüllen. Darin fragt der Fiskus unter anderem danach, ob Sie einen „Aufgabegewinn“ zu versteuern haben. Damit hat es Folgendes auf sich: Während der aktiven Zeit haben Sie wahrscheinlich einige Anlagegüter (bspw. PC, Laptop, PKW und Büroeinrichtung) erworben. Die Anschaffungskosten für diese Güter sind i.d.R. nicht direkt als steuermindernde Betriebsausgaben abzugsfähig, sondern müssen über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Anschaffungskosten abzüglich Abschreibung ergeben den Buchwert. Diese mindert sich im Laufe der Jahre jeweils durch den abschreibungsfähigen Betrag. Durch diese Abschreibung wird die Wertminderung steuerlich berücksichtigt, der jeder Gegenstand (mit Ausnahme von Grund und Boden) unterlegen ist. Da die Wertminderung aber nicht jährlich objektiv ermittelt werden kann, wird sie für steuerliche Zwecke pauschaliert. Dies geschieht durch amtliche Festlegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Der Buchwert ist also ein rein steuerlicher Wert. Nun, so werden Sie fragen: Was hat das alles mit einer Betriebsaufgabe zu tun? Bei der Betriebsaufgabe prüft die Finanzverwaltung, ob Ihre Wirtschaftsgüter nicht zu schnell abgeschrieben worden sind.

Dies ist immer dann der Fall, wenn der tatsächliche Wert höher ist als der Buchwert. Sie haben in diesem Fall den Gewinn durch zu hohe Abschreibungsbeträge ungerechtfertigt hoch verringert. Im Fall der Betriebsaufgabe und auch bei einer Betriebsveräußerung macht der Fiskus die zu hoch abgeschriebenen Beträge rückgängig, in dem er die Differenz von Verkehrswert und Buchwert gewinnerhöhend ansetzt. Durch die Betriebsaufgabe werden also bisher gebildete stille Reserven aufgedeckt und nachversteuert.

Dieses Prinzip funktioniert zwar grundsätzlich auch umgekehrt, wenn der Verkehrswert geringer ist als der Buchwert. In diesem Fall haben Sie dann eine zusätzliche steuerminderde Betriebsausgabe. Aber: In der Regel müssen Sie dem Finanzamt nachweisen, wie hoch der Verkehrswert tatsächlich ist. Dies ist insbesondere bei im Betriebsvermögen gehaltenen Fahrzeugen durchaus umständlich. Zumindest müssten Sie an Hand von Wertschätzungen (z. B. Schwacke-Liste) den Verkehrswert belegen können. Besser wäre ein Gutachten eines Kfz-Sachverständigen. Allerdings können Sie natürlich nicht vorher wissen, ob das Gutachten zu Ihren Gunsten ausfällt.

Dieses Prinzip wird bei allen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens angewendet. Ein aufwändiges Verfahren und möglicherweise ein Risiko, das zu einer Steuernachzahlung führen kann, nur weil Sie einige Monate kein Projekt haben.

Abmeldung wenn Einnahmen ausbleiben?

„Ist es nicht meine Pflicht, die Tätigkeit abzumelden, wenn ich keine Einnahmen erziele?“, ist eine häufig gestellte Frage. Nein, denn nur wenn Sie wirklich vor haben, dauerhaft Ihre freiberufliche Profession auszuüben, müssen Sie sich beim Finanzamt abmelden. Dagegen nehmen Sie grundsätzlich auch weiterhin am freiberuflichen Wirtschaftsleben teil, wenn Sie sich beispielsweise für Projekte bewerben, für eine gewisse Zeit fortbilden, einen Businessplan für eine längerfristige Entwicklung Ihrer freiberuflichen Arbeit erstellen, nach einem geeigneten Büro suchen, neue Kontakte auf Seminaren und Kongressen knüpfen oder auch Ihre eigene Homepage aufbauen und vieles mehr. In diesem Fall können Sie sich jedoch von den monatlich oder quartalsweise zu entrichtenden Umsatzsteuervorauszahlungen befreien oder diese auf das entsprechend niedrigere Niveau herabsetzen lassen.
Die Abmeldung für einen kurzen Zeitraum hingegen macht allen Beteiligten nur Arbeit. Denn beim Wiederanmelden muss das gesamte Meldeverfahren erneut durchlaufen werden – nämlich Abgabe des Anmeldebogens durch Sie, Prüfen auf umsatzsteuerliche Unbedenklichkeit durch das Finanzamt und Vergabe einer neuen Steuernummer. Nicht zu vergessen, das Schätzen der Einlagewerte der Wirtschaftsgüter, die Sie aus dem bisherigen Privatvermögen wieder in das Betriebsvermögen einlegen – damit Sie sie erneut abschreiben können.

Umsatzsteuervoranmeldung – Aufwand sparen?

„Umsatzsteuervoranmeldungen sind mir schon immer lästig gewesen, die kann ich mir sparen“, mögen Sie denken. Wenden wir uns deshalb zunächst einmal der Umsatzsteuer zu. Während Ihrer aktiven Zeit, wenn Sie in einem Projekt gutes Geld verdienen, führen Sie die Umsatzsteuer, die Sie Ihrem Auftraggeber in Rechnung stellen, an das Finanzamt ab. Allerdings dürfen Sie die Zahlung um die sog. „Vorsteuer“ kürzen. Vorsteuern sind diejenigen Umsatzsteuern, die in Ihren Kostenbelegen ausgewiesen werden. Mit anderen Worten: Die Vorsteuern erhalten Sie vom Finanzamt zurück. Diese Erstattungen erhalten Sie aber auch, wenn Sie keinerlei umsatzsteuerpflichtigen Einnahmen haben – also beispielsweise während der projektlosen Zeit. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Vorsteuern für Ihr Unternehmen (auch als Freiberufler haben Sie ein Unternehmen im umsatzsteuerlichen Sinne) in Rechnung gestellt werden. Erwerben Sie beispielsweise während der projektlosen Zeit ein neues Notebook, so ersetzt Ihnen der Fiskus die Vorsteuer in voller Höhe auch dann, wenn Sie keinen Umsatz anmelden. Aber: Das Notebook müssen Sie für Ihr Unternehmen erwerben. Haben Sie sich allerdings beim Finanzamt abgemeldet, geht Ihnen diese für Sie sehr angenehme Finanzierungshilfe verloren. Das gilt auch für den Erwerb eines Autos während der Abmeldephase. Dann verlieren Sie vielleicht viele tausend Euro, weil Sie die Vorsteuer nicht erstattet erhalten. Es empfiehlt sich also bei größeren Anschaffungen aus umsatzsteuerlichen Gründen Ihre selbständige Tätigkeit nicht abzumelden.

Kosten absetzen trotz Abmeldung?

Kaum einer weiß es, teilweise können Kosten auch in einem Abmeldezeitraum steuerlich abgesetzt werden. Sie kaufen sich beispielsweise während der Auszeit ein neues Notebook oder ein Auto und möchten die Abschreibungsbeträge natürlich Gewinn mindernd absetzen. Das ist zwar grundsätzlich auch möglich, wenn Sie Ihre selbständige Tätigkeit abgemeldet haben. Denn im Einkommensteuerrecht gibt es die „vorweggenommenen“ Betriebsausgaben. Das bedeutet für Sie: Aufwendungen, die Sie tätigen, um damit in naher Zukunft Einnahmen zu erzielen, können als Betriebsausgaben in voller Höhe oder im Wege der Abschreibungen – also verteilt auf mehrere Jahre – Steuer mindernd eingesetzt werden. Allerdings kommt es darauf an, was unter „naher Zukunft“ zu verstehen ist. Haben Sie sich beim Finanzamt abgemeldet und währt die projektlose Zeit z. B. mehr als ein halbes Jahr, so laufen Sie Gefahr, dass Ihnen diese Zeit bei der Abschreibung verloren geht. Denn: Grundsätzlich ist ein Anlagegut (und dazu gehört Ihr Notebook) nur während der Zeit der Selbständigkeit abzuschreiben. Der Fiskus könnte also auf die gar nicht so abwegige Idee kommen, Ihnen die Abschreibungen für die Zeit zu kürzen, in der Sie kein Unternehmen angemeldet haben.

Weiterbilden und Steuern sparen!

„Ich nutze die freie Zeit und bilde mich fachlich weiter.” Eine hervorragende Idee, um wettbewerbsfähig zu bleiben! Doch auch steuerlich gilt es einiges zu beachten.

Stellen Sie sich nun Folgendes vor: Sie haben Ihre Tätigkeit abgemeldet und entschließen sich dazu, einen mehrwöchigen Lehrgang in einem zukunftsträchtigen Fachgebiet zu absolvieren. Dies kostet Sie einen fünfstelligen Betrag. Natürlich möchten Sie den Fiskus irgendwie an den Kosten beteiligen. Aber wie? Mangels freiberuflicher Arbeit können Sie keine Gewinnermittlung machen, in dem Sie die Ausbildungskosten als Betriebsausgaben geltend machen können. Wenn Sie allerdings sonstige steuerpflichtige Einkünfte haben (z.B. Einkünfte aus Vermietung), so könnten Sie die Kosten als Sonderausgabe geltend machen, allerdings nur bis höchstens 4 000 EUR. Den Rest müssen Sie allein tragen. Und haben Sie keine sonstigen Einkünfte, können Sie das Finanzamt gar nicht an den Kosten beteiligen.

„Aber ich kann doch Verluste in das vorangegangene Kalenderjahr zurücktragen oder auf neue Rechnung ins nächste Jahr mitnehmen“, werden Sie nun als erfahrener Steuerbürger überlegen. Nun, dies ist in diesem Fall leider nicht möglich. Denn, wenn Sie keine selbständige Tätigkeit ausüben, können Sie die Ausbildungskosten nur als Sonderausgaben geltend machen. Und für die gibt es keinen Verlustrück- oder -vortrag.

Wenn Sie jedoch Ihre freiberufliche Tätigkeit beibehalten, können Sie die gesamten Ausbildungskosten als Betriebsausgaben geltend machen – in voller Höhe. Das gilt auch für Unterbringungskosten, sofern Sie an Ihrem Heimatort einen eigenen Hausstand haben und wegen der auswärtigen Ausbildung Unterbringungskosten (z. B. Hotelkosten) aufbringen müssen. Auch pauschalen Verpflegungsmehraufwand oder Familienheimfahrten erkennt der Fiskus als Betriebsausgaben an. Und sollten Sie im Jahr der Ausbildung keine Einkünfte zu versteuern haben, ist auch dies kein Beinbruch: Sie verrechnen die Fortbildungskosten und alle anderen Betriebsausgaben mit dem Vorjahr und erhalten dadurch eine nachträgliche Steuerentlastung. Dies ist auch dann möglich, wenn der Vorjahresbescheid schon bestandskräftig ist.

Projektakquise und Steuern sparen!

Läuft Ihr Projekt aus, kommen zwei Dinge zusammen. Einerseits verdienen Sie dann kein Geld und andererseits müssen Sie zusätzlich Geld ausgeben, um ein neues Projekt zu finden. Sie müssen Ihre Bewerbungsunterlagen und Ihre Homepage überarbeiten, potentielle Auftraggeber anrufen und auf sich aufmerksam machen. Sie reisen zu Bewerbungsgesprächen mit Auto, Bahn oder Flugzeug, nutzen in fremden Städten Taxis und müssen hin und wieder auch übernachten. Denken Sie unbedingt daran, entsprechende Quittungen für all diese Ausgaben zu sammeln. Denn diese können Sie vollständig absetzen. Denken Sie hier ggf. auch wieder an Verpflegungsmehraufwände, die Sie steuerlich geltend machen können.
Die Abzugsfähigkeit all dieser Kosten kann jedoch gefährdet sein, wenn Sie Ihre selbständige Arbeit abmelden. Zwar könnten Sie argumentieren, dass Sie zwar keine Einkünfte, aber immerhin Einkunftserzielungsabsicht haben und deshalb die Kosten absetzen können. Dies ist grundsätzlich richtig. Aber immer, wenn Sie mit einem Finanzbeamten über das Vorhandensein einer Absicht diskutieren, haben Sie einen schweren Stand. Eine Absicht zu beweisen ist immer schwierig und daher zu vermeiden. Besser ist es, seine selbständige Tätigkeit angemeldet zu lassen und als Freiberufler auf Auftragssuche zu gehen. Dann gibt es nichts zu diskutieren. Die Bewerbungskosten sind in voller Höhe Betriebsausgabe. Das gilt grundsätzlich auch für Auftragssuche im Ausland.
>br>Allerdings nur so lange, wie Sie in Deutschland gemeldet bleiben und Deutschland für die freiberufliche Tätigkeit das Besteuerungsrecht hat. Sobald Sie einen Auftrag annehmen, der im Ausland versteuert werden muss, können Sie in Deutschland keine Betriebsausgaben geltend machen. Das ist auch durchaus verständlich: Fließen keine inländischen Steuern, gibt es auch keinen Betriebsausgabenabzug.

Einkommensteuervorauszahlung trotz Leerlauf?

Sie sehen wenig Spielraum, um die festgesetzte vierteljährliche Einkommensteuervorauszahlung zu leisten, werden Sie mit gutem Recht einwenden. Dadurch, dass Sie keine Einnahmen haben, wird die Zahlungsverpflichtung gegenüber dem Finanzamt jedoch nicht automatisch gehemmt. Aber: Sie haben jederzeit die Möglichkeit, zu hoch festgesetzte Einkommensteuervorauszahlungen herabsetzen zu lassen. Dazu reichen ein Antrag und eine Begründung. Und die liegt auf der Hand: Wer längere Zeit kein Projekt hat, der wird aller Voraussicht nach im laufenden Jahr einen niedrigeren Gewinn haben, als bei der Festsetzung der Vorauszahlung angenommen. Hier zeigt sich das Finanzamt sehr großzügig. Es werden meist keine langen Ausführungen oder Gewinnvorausplanungen gefordert. Schreiben Sie einfach, dass Sie voraussichtlich mehrere Monate kein Projekt haben werden und deshalb um Herabsetzung der Steuervorauszahlungen bitten. Machen Sie eine kurze Hochrechnung und teilen Sie den voraussichtlichen Gewinn mit. Dann wird die Steuer zum nächsten Vorauszahlungstermin herabgesetzt – oder es kann sogar zu einer Erstattung zu viel gezahlter Vorauszahlungen kommen.

Über den Autor:
Lothar Th. Jasper, Gründer und Leiter der IT-Steuerberatung, studierte an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln. Sein Studienschwerpunkt lag in den Bereichen Steuerrecht, Finanzwissenschaft, Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Beratung sowie Außenwirtschaft. Als Fach-Autor veröffentlichte Lothar Th. Jasper zahlreiche Artikel und Fachbücher innerhalb seines Spezialgebietes.

Dipl.-Volkswirt Lothar Th. Jasper, Gründer und Leiter der IT-SteuerberatungKontaktdaten:
Lothar Th. Jasper
Ringstr. 44
50996 Köln

Telefon: +49 221 34029210
Telefax: +49 221 34029212
E-Mail: info@jasper-steuerberatung.de
Internet: www.it-steuerberatung-jasper.de

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Mai
14

Vorbereitung auf den Vorstellungstermin

publiziert von Svenja Hofert, Buchautorin und Karriereberaterin für Fach- und Führungskräfte

Wer sich mit einem „normalen“ Bewerbungsratgeber auf einen Vorstellungstermin für ein IT-Projekt vorbereitet hat, ist nach dem Gespräch häufig eher ernüchtert: Oft läuft das sogenannte Interview komplett anders ab als in der Vorbereitung gedacht. So sind bei berufserfahrenen Programmierern, Systemarchitekten und anderen Technikern ohne Führungs- und Projektmanagementaufgaben Fragen zur Persönlichkeit eher selten.

Oder die Fragen kommen in einer eher witzigen Form daher: „Sie wissen ja, dass das dazu gehört: Was sind denn nun Ihre Stärken?“

Wirklich relevant ist die übliche Stärken-Schwächen-Frage indes nicht immer. Man kauft schließlich vor allem jemanden mit Fachkenntnissen ein. Und ob diese Person ins Team passt und einigermaßen (oder sehr) sympathisch ist, bekommen die Gesprächspartner durch ein normales oder auch schon mal provozierendes Gespräch im Vorstellungsgespräch heraus – weniger durch die direkte Frage nach Stärken und Schwächen. Es schadet trotzdem nie, sich seiner persönlichen Stärken bewusst zu sein und diese formulieren zu können. Auch ohne direkt danach gefragt zu werden, kann man diese dann einstreuen und sich so besser verkaufen.

Das Durchspielen spezieller IT-Problemstellungen ist typisch für Vorstellungstermine, in denen es primär auf das Fachwissen ankommt. Deshalb begegnen Ihnen solche Situationen vorwiegend, wenn Sie ein bestimmtes, aber oftmals schwer überprüfbares Wissen benötigen, um Ihre Aufgaben zu lösen – wie es in der IT häufiger der Fall ist.

Natürlich gelten auch in Vorstellungsterminen für IT-Projekte die allgemeinen Regeln zum persönlichen Auftreten:

  • „Kleider machen Leute“ – Achten Sie auf eine ordentliche und gute Kleidung. Denken Sie daran, dass nicht angemessene Kleidung oft sogar ein Ausschlusskriterium darstellt.
  • Treten Sie höflich und freundlich auf und achten Sie auch darauf, wie viel Sie dem Gegenüber erzählen.
  • Eine aufrechte Körperhaltung unterstreicht, dass Ihre Aufmerksamkeit dem Gespräch gilt. Halten Sie stets Blickkontakt mit dem Interviewer.
  • Lassen Sie Ihr Gegenüber immer ausreden. Dies ist nicht nur höflich, sondern kann auch für den Gesprächsverlauf sehr wichtig sein.
  • Signalisieren Sie Ihr Interesse an der Aufgabe, die der Kunde Ihnen bietet.

Folgende Verhaltensweisen gilt es bekanntermaßen beim Vorstellungstermin zu vermeiden:

  • Schimpfen Sie nicht über Ihre vorherigen Aufgaben, über Projektleiter oder Ihre Kunden.
  • Fragen Sie nicht im Erstgespräch gleich nach Urlaub oder Pausenzeiten.
  • Kritisieren Sie den Kunden nicht.

Die folgenden Strategien helfen, souveräner im Vorstellungstermin aufzutreten:

„Böse“ Fachfragen

„Beschreiben Sie doch mal die letzten beiden Phasen des V-Modells.“ Oder: „Erklären Sie den Unterschied zwischen C++ und C#. Oder wie gut kennen Sie “Structure Driven Application Modelling”? Auweia, denkt so mancher, der sich hier gedanklich im Vorstellungstermin sitzen sieht. Ganz schlimm, wenn man überhaupt nicht einschätzen kann, um was es da eigentlich geht. Dann könnte es nämlich sein, dass es eine Fangfrage ist. Und es den tollen Begriff gar nicht gibt. So bekommen Interviewer leicht heraus, wie ehrlich der Bewerber ist. Wer behauptet, “Structure Driven Application Modelling” zu kennen, steckt mitten drin in der Interview-Falle.

„In so einem Interview ist nichts mit Show und Schauspielern. Es funktioniert einfach nicht, wenn Dir jemand gegenübersitzt, der nur vorgibt sehr viel besser über unsere IT-Themen informiert zu sein als du selbst“, erzählte mir ein IT-Projektleiter. Und er hat recht: Während man im vertrieblichen Umfeld und auch im Marketing eine Menge Wissen „heucheln“ kann, ist dies im technischen Umfeld immer dann unmöglich, wenn einem ein gestandener Informatiker mit enormer Erfahrung beim Vorstellungstermin gegenübersitzt. Das ist dort eher die Regel, wo die IT das Kerngeschäft ist. Doch es gibt Abteilungen und Unternehmen, die kaufen Wissen und Erfahrung ein, weil sie selbst keines haben. Interviewpartner aus solchen Unternehmen lassen sich ohne Frage leichter an der Nase herumführen. Davon profitiert allerdings keine Partei, weder der Freiberufler noch das Unternehmen. Fehlendes Wissen fliegt schnell auf und eine allzu kurze Stippvisite im Lebenslauf macht sich schlecht.

Die Strategie bei bösen und weniger bösen Fragen kann deshalb nur lauten: Geben Sie zu, wenn Sie etwas nicht wissen – aber positiv. Sagen Sie beispielsweise, dass Sie sich mit einem Thema theoretisch beschäftigt haben und neugierig sind, es in der Praxis anzuwenden. Oder, dass Sie sich gerne selbst sehr schnell einarbeiten oder eine entsprechende Schulung absolvieren können. Etwas noch nicht zu wissen oder noch nicht zu können ist absolut keine Schande – solange das angesprochene Thema keine Selbstverständlichkeit in Ihrem Bereich ist. Dann haben Sie Ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Die aber lauten für den Vorstellungstermin:

  • Vor dem Gespräch alle aktuellen Informationen zu dem relevanten Thema recherchieren
  • Sich mit dem erforderlichen Wissen und den entsprechenden Fachterminologien vertraut machen
  • Mindestens die fachlichen Basics beherrschen

Gerade Grundlagenwissen arbeitet niemand so schnell und einfach auf. Wenn dieses fehlt, hilft nur eins: Zugeben und signalisieren, dass Sie sich da reinknien und sich das schnell aneignen werden. Machen Sie am besten direkt einen Vorschlag für eine geeignete Weiterbildung.

Beispiele, wie Sie Defizite im Vorstellungstermin positiv formulieren:

Frage: Haben Sie schon mit Silverlight gearbeitet?
Antwort: Es ist eine sehr interessante Alternative zu Flash. Gern hätte ich diese bei meinem derzeitigen Arbeitgeber einmal ausprobiert. Ich freue mich, dass das bei Ihnen möglich ist.

Frage: Welche Projektmodelle haben Sie bisher eingesetzt – Wasserfall- oder V-Modell?
Antwort: Ich bin immer ganz strukturiert vorgegangen – Anforderungen aufnehmen, Analyse durchführen, Entwicklung, Inbetriebnahme, Test, Wartung. (das ist das später zum V-Modell entwickelte Wasserfallmodell – aber nehmen wir an, das wissen Sie nicht – dann wäre so eine umschreibende Darstellung clever).

Frage: Haben Sie schon von XYZ gehört?
Antwort: Der Begriff sagt mir jetzt erst mal nichts. Was genau steckt dahinter? (Ball zurückgeben

Frage: Was wissen Sie über ITIL?
Antwort: (Sie wissen wenig bis nichts.) ITIL ist ein sehr spannendes Thema und hat sich als Standard durchgesetzt. Ich plane hier demnächst eine Fortbildung.

Über den Autor:
Svenja Hofert ist eine der erfolgreichsten Autorinnen von Karriere-Ratgebern. Sie ist Inhaberin von Karriere & Entwicklung und als Karrierecoach / Karriereberaterin für Fach- und Führungskräfte und zertifizierte Reiss Profile™ Master Trainerin tätig.

Svenja Hofert, Buchautorin und Karriereberaterin für Fach- und FührungskräfteKontaktdaten:
Svenja Hofert
Büro Hamburg
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Telefon: 040-530 529 30
Telefax: 040-530 52931
E-Mail: hofert@karriereundentwicklung.de
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