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Apr
25

Elektronische Rechnung – Tücke des Objekts

publiziert von Reiner Aust, Steuerberater und Handelsrichter am Landgericht Berlin

Immer häufiger kommt es vor, dass Unternehmen elektronische Rechnungen per E-Mail verschicken. Das ist praktisch und spart Zeit und Geld. Allerdings: Wer eine solche Rechnung bekommt, sollte wissen, dass sie nicht ohne Weiteres zum Abzug der Vorsteuer berechtigt. Dazu muss sie gewisse Voraussetzungen erfüllen.

Der Grund: Laut Steuerrecht muss ein Vorsteuerabzug durch eine Originalrechnung belegt werden. Das ist normalerweise kein Problem für Ihre Buchungsvorgänge und für den gewohnten Umgang mit dem Finanzamt – vorausgesetzt, Rechnungsteller und Empfänger halten sich an einige rechtlich verbindliche Vorgaben.

Die wichtigste: Eine elektronische Rechnung ist nur dann eine Originalrechnung, wenn ihre Echtheit und Unversehrtheit – also die Korrektheit – nachgewiesen werden. Dazu muss der Rechnungsteller seine Rechnung mit eine elektronischen  Signatur versehen. Diese Signatur verhält sich wie eine Unterschrift oder ein Stempel, da sie nur von einer Person genutzt werden kann und damit fest an den Absender gekoppelt ist. Eine solche Signatur erhält man auf Antrag von Unternehmen, die zur Ausstellung berechtigt sind, wie etwa der DATEV. Dort wird man im Zuge der Erteilung einer Signatur registriert,

Elektronische Rechnung ohne Signatur – was tun?

Erstens: Eine solche Rechnung darf nicht als Originalrechnung behandelt werden. Sie dürfen also – siehe oben – auch keine Vorsteuer abziehen.

Mein Tipp: Fordern Sie vom Rechnungsteller eine unterschriebene Papierrechnung oder eine elektronische Rechnung mit Signatur an. Falls er dazu nicht bereit ist, sollten Sie die Zahlung zurückhalten.

Wenn Sie die Vorsteuer auf Basis einer nicht signierten elektronischen Rechnung abziehen, können Sie sich der Steuerhinterziehung schuldig machen.

Wie ist mit einer elektronischen Rechnung zu verfahren?

Prüfen Sie:

  • Ist die elektronische Rechnung signiert?
  • Ist der Aussteller der Signatur mit dem Rechnungsteller identisch?
  • War das Signaturzertifikat am Tag der Ausstellung der Rechnung gültig?
  • Wurde das Dokument verändert?

Im nächsten Schritt müssen Sie ein Prüfdokument über diese Punkte anlegen. Beides – die Rechnungsdatei und das Prüfprotokoll – muss archiviert werden.

Die Rechnungsdatei ist durch die Signatur vor Veränderung geschütztl und das Prüfprotokoll muss mit einem Zeitstempel versehen werden. Dies geschieht vorzugsweise über eine spezielle Software. In Einzelfällen können Sie das auch selbst tun.

Wenn sich alle Beteiligten an die genannten Formalien halten, gibt es kein Problem mit dem Finanzamt.

Über den Autor:
Reiner Aust, Gründer und Seniorpartner der “aust und partner Steuerberater, Rechtsanwalt Partnergesellschaft”, ist Handelsrichter am Landgericht Berlin sowie Testamentsvollstrecker und Nachlassverwalter (DStV e.V.). Der renommierte Steuerberater stellte innerhalb kurzer Zeit seine Kanzlei professionell auf und baute sie aus, indem er konsequent auf moderne Instrumente der Unternehmensführung und Außendarstellung setzte.

Reiner Aust, Steuerberater und Handelsrichter am Landgericht BerlinKontaktdaten:
Steuerberater Reiner Aust
Beratungsresidenz
Markstraße 45
13409 Berlin

Telefon: 030 886687-0
Telefax: 030 886687-65
Internet: www.stb-aust.de

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Apr
22

Zufall oder Berechnung – Big Data anders betrachtet

publiziert von Holm Landrock, Fachjournalist und Senior Advisor bei der Experton Group

Der österreichische Publizist Rudi Klausnitzer ist bekannt für seine ebenso professionelle wie unterhaltsame Art, gelegentlich auch komplexe und anspruchsvolle Themen zu behandeln. Das kommt vielleicht auch daher, dass Klausnitzer eigentlich eher im Bereich der leichten Unterhaltung zuhause ist – als langjähriger Leiter des Rundfunksenders Ö3 und Chef des Pay-TV-Senders Premiere etwa.

Jetzt hat er ein populärwissenschaftliches, aber keineswegs seichtes Buch zum Thema „Big Data“ veröffentlicht: „Das Ende des Zufalls – Wie Big Data uns und unser Leben vorhersagbar macht“. Er liefert dort einen Überblick über die Technologien und Lebensumstände, die für die viel diskutierte Datenflut sorgen. Kein Wunder, dass er dabei ein sehr breites Spektrum an Themen aufgreift.

Aufwändig recherchiert, gespickt mit vielen Detailinformationen und – nicht zu vergessen – ausgesprochen unterhaltsam macht der Autor tranpsarent, wie die heute erfassten Daten und logischerweise auch die Algorithmen, die zu deren Verarbeitung herangezogen werden, unser Leben beeinflussen.

Big Data – Wissen contra Zufall

Bei seinen Ausführungen geht er von der These aus, dass die Menschen umso mehr an Zufall glauben, je weniger sie über eine Sache oder ein Ereignis wissen. Umgekehrt gerate der Zufall als „steuernder“ Faktor umso mehr in den Hintergrund, je mehr etwa Wissenschaftler über unsere Welt, ihre Flora und Fauna, die täglichen Ereignisse und deren Zusammenhänge erforschen und erklären.

Ohne Zweifel liegt es in der Natur des Menschen, Situationen ausrechnen und Ereignisse vorhersagen zu wollen. Dieses Grundbedürfnis bedient das digitale Zeitalter. Die Antriebskraft für Big Data ist das Zusammentreffen der digitalen Möglichkeiten mit den archaischen Bedürfnissen, zu sammeln, zu ordnen, zu systematisieren und – das Schicksal durch Ausrechnen im Griff zu haben.

Für Big Data heißt das: Immer größere Mengen an Informationen, immer raffiniertere Algorithmen und neue Rollen machen Vorhersagen immer präziser. Nicht ohne Grund setzt Klausnitzer den Begriff Big Data sehr umfassend an und verknüpft ihn mit anderen Begriffen der digitalen Welt, in der wir heute leben: Wohnungen, deren Heizungen oder Kühlschränke Status-Informationen liefern; unser persönliches Verhalten, das via Smartphoneim wahrsten Wortsinn berechenbar wird; automatische Algorithmen, die Berge von Aktien in Millisekunden verschieben – all dies bezieht Klausnitzer in seine Big-Data-Betrachtungen ein.

Big Data betrifft uns alle

Die logische Folge: Big Data ist kein Inselthema. Big Data betrifft uns alle – und zwar sehr direkt. Weder darf es losgelöst von Themen wie Daten- oder Persönlichkeitsschutz gesehen werden, noch hört die Leistungsfähigkeit von Big Data bei Location-Based-Services auf, die ohnehin nur bedingt zu Big Data gehören. Rudi Klausnitzer zeigt beispielsweise auf, wie sich im Gesundheitswesen durch eine Analyse weltweiter Falldaten in elektronischen Gesundheitsakten neuen Wege auftun. Das Wissen der Welt wird immer dort fokussiert verfügbar, wo es benötigt wird – eine durchaus faszinierende Vorstellung.

Wie schnell sich die Welt dreht, zeigt sich unter anderem daran, dass die neue EU-Grundverordnung zum Datenschutz noch nicht Eingang in Klausnitzers, obgleich aktuelles Buch gefunden hat. Sie nämlich zieht viele der von Klausnitzer angemahnten Konsequenzen, gerade im Zusammenhang mit Big Data.

An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass Big Data nicht zwingend zum viel zitierten gläsernen Bürger führen muss. So wird beispielsweise der Abverkauf von Lebensmitteln oder anderen Produkten zwar von jedem einzelnen Verbraucher über seinen Konsum beeinflusst – für Big-Data-Szenarien im Handel ist jedoch völlig irrelevant, welche Person ein Produkt erworben hat. Relevant sind vielmehr das Wo und das Wann, um beispielsweise Warenströme für das Auffüllen der Regale besser zu steuern.

Große Datenmengen, wie sie heute noch nicht erhoben werden, können hier beispielsweise helfen, Wege und Energie zu sparen. Auch dieses Thema reißt Klausnitzer in seinem Buch an. Und er vergisst nicht darauf hinzuweisen, dass Unternehmen, die neue Erkenntnisse gewinnen und neue Wege einschlagen wollen, dafür auch neue Leute benötigen.

Schärfere Trennung der Begriffe

Zu wünschen wäre, dass eine künftige Auflage des Werks schärfer zwischen den Begriffen rings um Big Data wie Cloud, Social Media oder Crowdsourcing und dem eigentlichen Begriff Big Data trennt. Denn sonst ist früher oder später alles Irdische, zumindest das digitale, Big Data. Das ist eine nette Idee, um die Rolle von Big Data für die kommenden Jahrzehnte zu beschreiben, trägt aber anfangs eher zur Verwirrung bei.

Das Ende des Zufalls, zumindest das von Rudi Klausnitzer beschriebene, will kein Fachbuch für Informatiker, Statistiker oder Mathematiker sein. Es soll Lesern aus allen Lebensbereichen diesen ominösen, neuen Begriff „Big Data“ näherbringen. Es ist aber auch ein Buch für Menschen aus der ICT-Branche, die an einer etwas weiter gefassten Perspektive auf ihre Arbeit interessiert sind oder lebensnahe Erklärungsmuster für Außenstehende suchen.

Die anschauliche Darstellung, wie Big Data nahezu alle unsere Lebensbereiche durchdringt, wird mit mehr als 200 Quellenangaben und weiterführenden Links abgerundet. Das Datenvolumen des Buchtexts an sich erreicht mit rund 425.000 Bytes (ohne Grafiken) jedoch genauso wenig die Big-Data-Sphäre wie diese gerade einmal reichlich 5.000 Bytes lange Rezension des Titels.

„Rudi Klausnitzer: Das Ende des Zufalls – Wie Big Data uns und unser Leben vorhersagbar macht“; 1. Auflage 2013, Ecowin Verlag, Salzburg; 230 Seiten mit Abbildungen; ISBN 978-3-7110-0040-8. Im Buchhandel für 21,90 Euro als gebundene Ausgabe, als elektronisches Buch für 17,99 Euro. www.ecowin.at

Über den Autor:
Holm Landrock ist Fachjournalist und Senior Advisor bei der Experton Group. Er beschäftigt sich vorrangig mit den IT-Anwendungsgebieten Big Data und Supercomputing sowie mit der technisch-wissenschaftlichen Informationsverarbeitung, ergänzt das Team der Experton Group für die Aufgaben rund um den Bereich Big Data und arbeitet maßgeblich an der Erstellung der ersten Multi-Client-Studie „Big Data“ mit.

Holm Landrock, Fachjournalist und Senior Advisor bei der Experton Group.Kontaktdaten:
Holm Landrock
Experton Group AG
Carl-Zeiss-Ring 4
85737 Ismaning

Telefon: 089 / 923331-0
Telefax: 089 / 923331-11
E-Mail:info@experton-group.com
Internet: www.experton-group.de

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Mrz
19

Freiberufler – Hilfen beim Start

publiziert von Peter Brenner, Vorstandsmitglied BVSI e.V., Gutachter und Existenzgründungsberater

Mut für den Start in die Selbständigkeit ist allemal nötig – und das gilt natürlich nicht nur für Informatiker. Allerdings: Inzwischen gibt es durchaus Hilfestellungen, die diesen Schritt begleiten und erleichtern können. Wer sich im Vorfeld über die Möglichkeiten informiert, hat verbesserte Startchancen, sich eine solide Basis für eine Existenz als Freiberufler zu schaffen. Dazu gehört natürlich auch, dass man seine strategische Position am Markt sehr klar und bewusst definiert. Die optimale Positionierung bringt die eigenen Fähigkeiten mit der aktuellen und künftigen Nachfrage in Einklang und erlaubt es, umsatzträchtige Marktnischen aktiv zu besetzen.

Zunächst aber zu den ganz pragmatischen Hilfen: finanzielle Zuwendungen. Zu Beginn einer Existenzgründung können staatliche Fördergelder in Anspruch genommen werden. Bis zu 90 Prozent der Beratungs- und Coaching-Kosten etwa übernimmt die KfW im Rahmen des Gründercoachings Deutschland. Allerdings gilt dieser Höchstsatz nur, wenn die Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit heraus geschieht. Wichtig ist in jedem Fall, dass man sich vor dem entscheidenden Schritt über die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen informiert.

Angehende Freiberufler können darüber hinaus in verschiedenen Bereichen durch Sonderregelungen Vorteile in Anspruch nehmen. Einer der ersten Schritte sollte es in jedem Fall sein, mit Hilfe einer geförderten Beratung die Freiberuflichkeit klar zu definieren und damit vor allem die Rentenversicherungspflicht zu verhindern. Auch die Gestaltungsspielräume gilt es mit Hilfe erfahrener Coachs auszuloten, um sich eine optimale Startposition zu sichern.

Potenzielle Freiberufler, die den Start in die Selbstständigkeit planen, können sich an den folgenden Schritten orientieren:

1. Entwicklung einer ersten Geschäftsidee und deren Bewertung. Wichtig ist es hier, zum einen die eigene fachliche Eignung sowie die Selbsteinschätzung des künftigen Freiberuflers möglichst objektiv zu prüfen. Zum anderen ist eine der entscheidenden Fragen: Wird sich die Geschäftsidee im Markt durchsetzen können?

2. Gründungsvorhaben skizzieren. Mit Hilfe eines Business-Planes sollte man einigermaßen belastbar definieren, ob die Geschäftsidee zu einer tragfähigen Vollexistenz als Freiberufler führen kann.

3. Staatliche Fördergelder sichern. Für einen Gründungszuschuss von der Agentur für Arbeit ist ein Business-Plan vorzulegen. Zu klären ist auch, welche Zuschüsse es über das Gründercoaching Deutschland der KfW gibt und was dabei zu beachten ist. Mit dem Gründercoaching lassen sich die wichtigsten Fragen für eine Existenzgründung klären: Anerkennung als Freiberufler, Rentenversicherungspflicht, vertragliche Gestaltung, Haftungsfragen, Kundenschutzklauseln, Konzepte für Marketing und Akquisition, Versicherungsfragen, Altersvorsorge und steuerliche Modellierung. Achtung:  ein Gründercoaching ist vorab von der KfW zu genehmigen. Dabei hilft der Coach genauso wie bei der nachfolgenden Förderabwicklung.

4. Marketing- und Akquisitionsstrategie festlegen. Hier geht es ans Eingemachte. So ist die Außendarstellung als Freiberufler zu modellieren. Die Inhalte und der Ablauf einer Mailingaktion müssen ebenso erarbeitet werden wie die einer telefonischen Akquise. Zielgruppe definieren und durch ein mehrfaches telefonisches Nachfassen Interesse am Projekt ausdrücken, sowie die eigene fachliche Eignung betonen.

Weitere Punkte hierzu sind:
- Definieren Sie ein aussagekräftiges Beraterprofil mit Ausbildung, Wissen und Erfahrung
- Bestimmen Sie marktgerechte Honorargrenzen
- Klären Sie Restriktionen wie räumliches und fachliches Einsatzgebiet
- Sind neben Subunternehmerschaften auch Direktaufträge erzielbar?
- Legen Sie die Inhalte Ihres Internetauftritts fest
- Gestalten Sie Firmenlogo, Briefbogen und Visitenkarten
- Welche Messen und Kongresse sind zu besuchen?
- Welche Anzeigen sind wo und in welcher Form zu veröffentlichen?
- Welche Fachbücher könnten geschrieben werden und welche Fachartikel sind für wen zu verfassen?
- Gibt es Verbände bei denen sich eine Mitgliedschaft lohnt, um Kontakte aufzubauen?
- In welche Projektdatenbanken ist es sinnvoll sein Beraterprofil einzutragen?
- Welche Internetplattformen sind wichtig
- Informieren Sie sich über mögliche künftige Klienten
- Arbeiten Sie den Ablauf einer Mailingaktion beziehungsweise einer Telefonakquise aus
- Sind Maßnahmen zur Stärkung des persönlichen Auftritts und der Verhandlungstechnik erforderlich?
- Ist es notwendig die eigenen Marketing- und Akquisitionsfähigkeiten zu erweitern und zu verbessern?

5. Umgang mit den Behörden. Die Anmeldung beim Finanzamt bestimmt die spätere steuerliche Behandlung. So sind die Angaben im sogenannten Betriebserfassungsbogen sehr genau zu überdenken. Eine Ab- oder Anmeldung bei der Deutschen Rentenversicherung Bund ist nicht erforderlich, sofern der Freiberuflerstatus steht. Dass dies allerdings zunehmend schwieriger wird, darauf weist Rechtsanwalt Dr. Benno Grunewald, Justiziar des BVSI, immer wieder hin (siehe unseren Blog-Beitrag „Selbständigkeit heute: Chance? Risiko? Harakiri?“ vom 28. Februar 2013).

Für Freiberufler ist die Anmeldung eines Gewerbes kontraproduktiv. Sonst drohen zusätzlich zur Gewerbesteuer, Beiträge bei der IHK und Berufsgenossenschaft, doppelte Buchführung und Bilanzierungspflicht, also der Verlust von Zeit und Geld.

Zu klären ist insbesondere:

- Werden die Kriterien für eine Freiberuflichkeit erfüllt: Ausbildung, Tätigkeit, ingenieurmässiges Vorgehen?
- Welche Begriffe sind fürs Finanzamt wichtig, bei der Anmeldung und bei der Einkommensteuerklärung?
- Was darf in Rechnungen und Tätigkeitsnachweisen stehen?
- Welche Inhalte in Verträgen und auf der Homepage?

Die Deutsche Rentenversicherung Bund prüft in der Regel per Fragebogen, ob ein Berater rentenversicherungspflichtig ist. Bei negativem Ausgang sind maximal Beiträge für vier Jahre in Höhe von bis zu rund 24.000. Euro zu entrichten. Das gilt es zu verhindern. Am wichtigsten hierfür ist es, die Strategie innerhalb des Gründercoachings Deutschland schon im Vorfeld zu definieren. Damit stellen Sie sicher, dass keine Situationen entstehen, die später nicht mehr reparabel sind. Gutachterliche Testate sind sehr wirkungsvoll, weil die Beamten kaum in der Lage sind, die drei Informatikkriterien zu bewerten.

6. Aktives Netzworking starten. Heben Sie sich positiv von den Anderen ab. Prüfen Sie die Möglichkeit, Pressearbeit zu machen. Oder Vorträge zu halten. Vielleicht haben Sie sogar eine Idee für ein Buch, das Sie selbst oder mit Anderen umsetzen. Durch Mailingaktionen, News auf der Homepage und in den verschiedenen Foren ist neu erworbenes Wissen der Zielgruppe zu avisieren. Gleiches gilt für zwischenzeitlich gesammelte Erfahrung in Projekten.

7. Optimierungen nach erfolgter Gründung. Entwickeln Sie Ihre bisherige Beratungskompetenz weiter, gehen Sie zum Beispiel den Weg vom Softwareentwickler zum Projektleiter. Prüfen Sie die dafür geeigneten Qualifizierungsmaßnahmen wie Zertifizierungen, Online-Schulungen und Selbststudium.

Wichtig: Denken Sie an das Finanzamt. Immer häufiger finden auch bei Einzelunternehmern Betriebsprüfungen statt. Diese gilt es vorzubereiten, durch genaue Prüfung der Begrifflichkeiten auf der Homepage, der Rechnung mit Tätigkeitsnachweis und den Inhalten der abgeschlossenen Verträge. Auch hier hilft das Gründercoaching Deutschland weiter. Dabei sind weitere steuerlich relevanten Themen eines Informatikers einzubeziehen.

Stärken Sie Ihren persönlichen Auftritt und Ihre Verhandlungstechnik. Erweitern und verbessern Sie Ihre Marketing- und Akquisitionsfähigkeiten, erkennen und beseitigen Sie Schwachstellen, analysieren und schärfen Sie Ihr Profil und Ihren Marktauftritt, modellieren Sie aktiv Ihre steuerlichen Möglichkeiten – zum Beispiel in Sachen Abschreibungen, Investitionen und Reisekosten.

Empfehlung: Falls Sie Gewerbetreibender sind und damit der Gewerbesteuerpflicht mit allen ihren Nachteilen unterliegen, lassen Sie prüfen, ob eine rückwirkende Anerkennung als Freiberufler möglich ist. Dann winkt Erstattung der Gewerbesteuer zuzüglich 6 Prozent Zinsen für vier Jahre rückwirkend. Eine gute Geldanlage.

Über den Autor:
Peter Brenner ist seit 1978 Informatiker und als Existenzgründungsberater / Coach sowie Sachverständiger im Bereich der Informatik tätig. Ausserdem ist er Gründungs- und Vorstandsmitglied des Berufsverbandes Selbständige in der Informatik e.V. (BVSI) www.bvsi.de.

Peter Brenner, Vorstandsmitglied BVSI e.V., Gutachter und ExistenzgründungsberaterKontaktdaten:
Sachverständigen-Kanzlei für Informatik
Brenner und Partner
Artilleriestr. 32a
51147 Köln

Telefon: 02203 / 6 91 61 oder 0172 / 5470892
Telefax: 02203 / 69 58 54
E-Mail: peterbrenner@t-online.de
Internet: www.svkanzlei.de

 

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Feb
26

Social Media für Gewinner – Teil 2

publiziert von Benjamin Knecht, Geschäftsführer der MXP GmbH

Im ersten Teil unseres Beitrags „Social Media für Gewinner“ haben wir vier Tipps zur richtigen Kreation von Gewinnspielen in Social Media Portalen wie Facebook veröffentlicht. Nachfolgend drei weitere Hinweise, worauf zu achten ist und wie man den Erfolg eines Gewinnspiels maximieren kann.

5. Laden Sie zum Mitmachen ein

Um eine Social Media Gewinnspielkampagne erfolgreich zu machen, brauche ich die Unterstützung der Fans und User. Durch die Interaktion mit der Fangemeinde werden weitere Facebook-Nutzer auf die Kampagne aufmerksam. Gewinnspielteilnehmer können die Aktion kommentieren oder auf ihrer Pinnwand teilen, wodurch deren Freunde in der Timeline über die Aktion informiert werden.

Um diesen viralen Effekt zu erzielen, muss bereits im Gewinnspiel darauf hingewiesen werden, nach der Teilnahme einen Kommentar zu schreiben oder den Beitrag zu teilen. Gewinnspiel-Apps liefern die Funktionen zum Kommentieren und Teilen in der Regel mit. Bei Postings auf der Chronik können Fans ebenfalls um Unterstützung gebeten werden. Die Erfahrung zeigt, dass dies unter Social Media Usern auf positive Resonanz stöst.

6. Erfolgreiches Pinnwand Posting

Um die Interaktionsrate zu steigern, gibt es einige Tricks, die beim Posting beachtet werden sollten. Das bedarf einiger Übung und sollte regelmäßig verbessert werden.

  • Laden Sie für das Posting ein separates Bild hoch und teilen Sie dieses auf Ihrer Pinnwand
  • Erhöhen Sie die Sichtbarkeit ihres Postings durch die Funktion „Beitrag hervorheben“
  • Weisen Sie darauf hin, was es zu gewinnen gibt und wie die Teilnahme erfolgt
  • Verlinken Sie in diesem Post direkt den Gewinnspielreiter
  • Fordern Sie zusätzlich die Fans auf, einen Kommentar zu schreiben oder den Beitrag auf ihrer Pinnwand zu teilen
  • Und ein ganz besonderer Tipp: Verwenden Sie Emoticons im Beitrag. Das erregt die Aufmerksamkeit der User besonders
  • Verweisen Sie auf die Restlaufzeit des Gewinnspiels, um eine zeitliche Limitierung zu erzeugen

7. Marketing fürs Social Media Gewinnspiel

Unternehmen können sich bei der Durchführung eines Gewinnspiels nicht allein auf den viralen Effekt verlassen. Social Media Marketer wissen, wie schwer es oft ist, durch Pinnwandbeiträge die Fan-Basis zu erreichen. Das liegt zum einen daran, dass zum Zeitpunkt der Mitteilung nur ein Teil der Fans online ist und zum anderen am facebook-eigenen Filter. Dieser filtert die enorme Menge an Neuigkeiten auf der Timeline, um nur relevante Meldungen bei den Nutzern ankommen zu lassen. Folgende Werbeformate eignen sich für die Bewerbung der Kampagne:

  • Facebook Anzeigen (Ads) mit Bild und Text
  • Sponsored Posts – diese werden aktiv bei relevanten Personen eingeblendet
  • Banner auf Gewinnspielseiten
  • Beiträge auf Facebook Communities zum Thema Gewinnspiel
  • Störer auf der Hompages des Unternehmens
  • Newsletter an den vorhandenen Verteiler und fremde Verteiler
  • Soziale Netzwerke nutzen: Google+, Twitter, XING uvm.
  • Flyer im Ladengeschäft oder als Beilage in Mailings
  • Störer in automatisierten Mails, beispielsweise bei Onlineshops

Der große Vorteil des Gewinnspielmarketings ist, dass neben dem Fanaufbau insbesondere die Marke kommuniziert wird. Die Preise der Verlosung erhöhen dabei die Aufmerksamkeit bei der Werbekampagne, wodurch höhere Klickraten zu erwarten sind als bei reinen Image-Werbeanzeigen.

Über den Autor:
Benjamin Knecht ist Geschäftsführer der MXP GmbH. 2011 hat er mit Sweepstake eine Facebook-App ins Leben gerufen. Unternehmen und Agenturen erstellen in wenigen Schritten über das Tool Gewinnspielkampagnen und Wettbewerbe. Infos auf www.sweepstake-app.com

Benjamin Knecht, Geschäftsführer der MXP GmbHKontaktdaten:
Benjamin Knecht
Landsberger Str. 59a
86179 Augsburg

Telefon: 0821 / 80 999 45
Telefax: 0821 / 80 999 49
E-Mail: b.knecht@mxp.de
Internet: www.mxp.de
XING: www.xing.com/profile/Benjamin_Knecht

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Feb
21

Social Media für Gewinner

publiziert von Benjamin Knecht, Geschäftsführer der MXP GmbH

Kaum ein Unternehmen, kaum eine Werbekampagne, die ohne Facebook Fanpage auskommt. Doch wie schaffe ich es, mein Fanpage ständig mit neuen Impulsen zu füttern und die Zahl der Fans kontinuierlich zu steigern?

Da liegt die Idee nahe, ein Gewinnspiel anzubieten. Denn wo gewonnen wird, da sind die Menschen gern dabei. Das Problem: Die meisten Ideen, aus denen Social Media Gewinnspiele entstehen, sind seit Jahren verbraucht und entsprechend uninteressant. Und die Preise? Sie variieren: zwischen iPad 16GB und iPad 32GB.

Sie wollen möglichst viele Fans in möglichst kurzer Zeit generieren. Dazu muss die Qualität Ihrer Fanpage und in diesem Fall Ihres Gewinnspiels hohen Ansprüchen genügen. Nachfolgend einige Tipps dazu:

1. Erste Regel: Keep it simple

Je länger es Gewinnspiele in Social Media Plattformen gibt, desto komplexer werden viele davon. Man will etwas Originelles und Originäres schaffen und schießt dabei allzu oft übers Ziel hinaus. So wird aus einer relativ einfachen Angelegenheit schnell eine umständliche Kreation. Doch: Wer als User eine Anleitung für das ausgeschriebene Gewinnspiel braucht, den verlässt schnell die Lust am Mitspielen. Die Aufgabe heißt also: Finde einen Aufhänger, der sich in deinen Marketingmix einbindet – und einfach ist.

2. Welche Preise soll ich verlosen?

Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob Preise aus dem eigenen Produktportfolio oder beliebte Fremdprodukte verlost werden. Das iPad ist derzeit eines der meist ausgespielten Produkte. Hierbei sollte man sich über seine Ziele im Klaren sein, die man mit dem Gewinnspiel verfolgt. Ist das Primärziel, neue Fans und gegebenenfalls Newsletter-Abonnenten zu gewinnen, bieten sich bekannte Produkte an, da die Aktion einfach zu vermarkten ist.

Auch Reisen sind beliebte Preise, da sie in der breiten Masse nachgefragt werden. Social Media Kampagnen zeichnen sich jedoch auch dadurch aus, dass sie die Marke stärken und die Community aufrecht und lebendig halten. Hier dürfen die Social Media Verantwortlichen kreativ sein und sich spannende Preise ausdenken: Brandprodukte aus der eigenen Produktion oder dem Handelsportfolio, limitierte Serien und Produkte, der Besuch eines Promis und viele weitere Ideen.

3. Die rechtliche Komponente: Facebook Richtlinien und Wettbewerbsrecht

Bevor es nun ans Planen des Gewinnspiels geht, sollte man sich mit den Facebook Promotion Guidlines vertraut machen. Diese regeln, was erlaubt und was verboten ist. Grundsätzlich müssen Gewinnspiele und Wettbewerbe über Apps gelöst werden, damit diese Richtlinien umgesetzt werden können. Die Promotion muss sich über einen Disclaimer klar von Facebook distanzieren. Daten der User dürfen nur verwendet werden, wenn diese über ein separates Formular vom User selbst eingetragen wurden. Insbesondere ist es untersagt, „Likes“ und „Shares“ als Teilnahmebedingung für eine Verlosung zu fordern.

Überraschend viele Unternehmen veranstalten dennoch sogenannte Pinnwand-Gewinnspiele. Häufigstes Argument: Solange Facebook dies nicht beanstandet, ist das eine kostengünstige Möglichkeit, Gewinnspiele zu veranstalten.

Zusätzlich verstößt diese Art von Gewinnspielen jedoch auch noch in ganzer Form dem deutschen Wettbewerbsrecht. Dieses schreibt vor, dass die Teilnahmebedingungen vom Teilnehmer akzeptiert werden müssen. Diese regeln, wer teilnehmen darf und wer nicht, wann die Gewinne verlost werden (Laufzeit), die Verwendung der Daten und vieles mehr. Die Konsequenz daraus: Diese Form des Gewinnspiels kann eine Abmahnung eines Wettbewerbers nach sich ziehen.

4. Hochwertige Designs & Wording

Gewinnspiele dienen dazu, die Marke bekannt zu machen und die Markenbindung zu stärken. Wie in allen Werbemedien ist auch hier eine hohe Qualität der Designs und die Einhaltung der Corporate Identity absolute Pflicht. Folgende Werbemittel sollten professionell erstellt werden:

  • Fangate-Bild: Das Fangate ist als Ansicht für Nicht-Fans vorgeschaltet und weißt darauf hin, die Seite zu liken
  • Gewinnspiel-Bild: Stellt die Preise und den Aufhänger der Aktion dar
  • Werbeanzeigen: Je nach Marketingplan werden verschiedene Werbeformate benötigt: Facebook Ads, Banner, Störer
  • Pinnwand-Bilder: Zur Promotion auf der Pinnwand können separate Bilder erstellt werden: Die Preise, Countdown, Meilensteine
  • Profilbild: Das Profilbild kann während der Kampagne an das Gewinnspieldesign angelehnt werden. Jedoch ist die direkte Bewerbung der Aktion seitens Facebook untersagt

Entsprechend werden für die Kampagne Werbetexte benötigt. Neben der Gewinnspielbeschreibung werden zum Beispiel noch Werbetexte für Newsletter oder Pressemitteilungen benötigt. Die Sprache muss klar definiert sein und die Marke positiv nach außen tragen. Gleichzeitig müssen die Leser Lust bekommen, an der Aktion teilzunehmen und zu interagieren. Denn letztlich dient die gesamte Kampagne auch dazu, die Interaktion mit den Interessenten und Kunden zu steigern.

Über den Autor:
Benjamin Knecht ist Geschäftsführer der MXP GmbH. 2011 hat er mit Sweepstake eine Facebook-App ins Leben gerufen. Unternehmen und Agenturen erstellen in wenigen Schritten über das Tool Gewinnspielkampagnen und Wettbewerbe. Infos auf www.sweepstake-app.com

Benjamin Knecht, Geschäftsführer der MXP GmbHKontaktdaten:
Benjamin Knecht
Landsberger Str. 59a
86179 Augsburg

Telefon: 0821 / 80 999 45
Telefax: 0821 / 80 999 49
E-Mail: b.knecht@mxp.de
Internet: www.mxp.de
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Feb
7

Office 365 im Abo – wer will´s?

publiziert von Axel Oppermann, Senior Advisor bei der Experton Group

Microsoft hat das neue Office für Privatanwender vorgestellt. Ab 27. Februar stehen darüber hinaus neue Office 365-Business Services mit neuen Funktionen zur Verfügung.

Windows 8, Windows Server 2012, Windows Phone 8 oder das Surface RT haben im letzten Jahr viele IT-Entscheider in Anwenderunternehmen beschäftigt. Microsoft hat einen signifikanten Betrag in Marketing investiert, um die Produkte zu einem nachhaltigen Erfolg zu führen. Bei Produkten wie Windows Server ist der Plan ziemlich umfassend aufgegangen, bei anderen Produkten weniger.

In diesem Jahr setzt der Konzern sein Produktfeuerwerk fort und führt gleich zum Jahresbeginn die für das Unternehmen wohl mittlerweile relevantesten Produkte innerhalb von Office ein. Kunden mit laufenden Volumenverträgen können bereits seit Herbst letzten Jahres auf die neuen Produkte zugreifen – jetzt bekommt auch die breite Masse Zugriff auf die Lösungen.

Der Verkaufsstart von Office 365 Home Premium, dem neuen Leuchtturm-Produkt für den Konsumentenmarkt, macht Den Auftakt. Privatanwender bekommen erstmals die Möglichkeit, Word, Excel & Co als Service zu beziehen. Zu Office 365 Home Premium gehören die Programme Word, Excel, PowerPoint und OneNote, außerdem Outlook, Access und Publisher. Der Service wird als Abo verkauft und die Anwender verfügen automatisch immer über die aktuelle Office-Lösung auf ihrer Festplatte oder unterwegs via Office on Demand. Ferner bietet die Abo-Edition 60 Minuten Skype-Telefonie pro Monat und zusätzliche 20 GB SkyDrive Speicher in der Cloud.

Interessant ist sicherlich das Nutzungsrecht für bis zu fünf Endgeräte, für Laptops, Tablets und Smartphones, sowohl für Windows- als auch Mac-Umgebungen. Hierdurch ergeben sich neue Nutzungsszenarien im privaten Umfeld, welche die Organisation von Ehrenamt, Vereinsarbeit und Familie erleichtert.

Das Neue Office 365 kostet im Jahresabonnement 99 Euro UVP. Bei amazon.de konnte es auch schon für 86,89 Euro gekauft werden. Wer kein Interesse an Abo-Services hat oder nur ein Gerät mit Office nutzen möchte, kann auch weiterhin Office Home & Student 2013 für 139 Euro, Office Home & Business 2013 für 269 Euro oder Office Professional 2013 für 539 € erwerben. Die genannten Preise sind jeweils unverbindliche Preisempfehlungen.

Fazit:

Microsoft hat mit Office 365 Home Premium ein grundsätzlich attraktives Produkt auf den Markt gebracht. Der neue Office-Client im Allgemeinen wurde noch attraktiver und innovativer. Vielfältige Nutzungsmodelle, Eingabemöglichkeiten über Tastatur, Touch oder Stift funktionieren in der Regel reibungslos. Der Cloud-Speicher und die Anbindung an soziale Netzwerke erleichtern den täglichen Gebrauch.

Dennoch stellen sich zwei Fragen: Wer braucht es – wer will es? Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich der Konsument in Deutschland auf Mietmodelle für Office-Lösungen einlässt oder lieber zu Alternativen greift.

Klar muss sein, dass beim neuen „Pay-as-you-go” Office 365 Abonnement die Regel gilt: Wenn die Kunden das Abo beenden, enden die Nutzungsrechte, und die Anwendungen „hören auf zu arbeiten“. Aber das ist eben der faire Deal, den Microsoft seinen Kunden anbietet: Mehr Möglichkeiten, Nutzungsrechte und Vorteile gegen regelmäßige Zahlung.

Über den Autor:
Axel Oppermann ist als Senior Advisor bei der Experton Group tätig. Sein Schwerpunkt liegt im Bereich der Analyse und Bewertung der strategischen Einführung ICT-basierter Produkte und Dienstleistungen. Er unterstützt Anwenderunternehmen im Bereich der strategischen Einsatzplanung, IT-Beschaffung, Allokation und Lizenzierung von Software mit dem Schwerpunkt auf Microsoft-Produkten.

Axel Oppermann, Senior Advisor bei der Experton GroupKontaktdaten:
Axel Oppermann
Experton Group AG
Carl-Zeiss-Ring 4
85737 Ismaning

Telefon: 089 / 923331-0
Telefax: 089 / 923331-11
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Jan
31

Office 365 – so laufen Projekte (Teil 2)

publiziert von Axel Oppermann, Senior Advisor bei der Experton Group

Unser Leitmodell für den Vertriebs- und Beratungsprozess im Office 365-Geschäft behandelt in Teil 2 die wichtigsten Eckpunkte zur Organisation von Projekten. Dabei ist es im Grunde gleichgültig, um welche Art von Projekten es sich handelt. Denn nicht nur die IT-Welt ist eine Welt von Projekten. Auch das einzelne Individuum lebt in einer Welt von Projekten. Ob im privaten, beruflichen oder gesellschaftlichen Umfeld – Projekte sind überall, und schon gar nichts Neues.

Es hat sie vielmehr schon immer gegeben, und es wird sie wohl auch immer geben. Der Bau des Colosseums in Rom, die Errichtung der Freiheitsstatue in New York, die Organisation eines lokalen Fußballturniers oder auch die Erstellung dieses Dokuments – dies alles sind Beispiele für die große Vielfalt von Projekten.

Und natürlich gibt es sowohl positiv als auch negativ verlaufende Projekte. Als positiv verlaufendes Projekt kann die Durchführung der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland 2006 herangezogen werden. Als negative Beispiele werden in diesem Zusammenhang oftmals der Eisenbahnraub in England oder neuerdings Infrastrukturprojekte in Deutschland benannt.

Drei Zielgrößen

Der Erfolg von Projekten wird maßgeblich von drei Zielgrößen bestimmt. Dies sind

  • Sachziele,
  • Kostenziele und
  • Terminziele.

Alle genannten Zielgrößen beeinflussen sich gegenseitig. Die Ziele bilden sogenannte konkurrierende Beziehungen. Werden in einem Projekt beispielsweise kürzere Durchlaufzeiten (Terminziele) verlangt, ist in der Regel auch mit höheren Aufwendungen (Kostenziele) zu rechnen.

Aber nicht nur die Zielgrößen in den Projekten sind von entscheidender Bedeutung, sondern vielmehr auch die Gesamtstruktur der Leistungen – angefangen bei der originären Planung des Angebots über die vertriebliche Organisation bis hin zur eigentlichen Leistungserbringung.

Als Beispiel aus dem IT-Channel ziehen wir die Neuausrichtung und Evolution kleinerer und mittelständischer Unternehmen – hier Systemhäuser oder Integratoren – heran. Immer mehr Verantwortliche in Unternehmen des IT-Channels wollen ihre Organisation in Richtung integrierte Services weiterentwickeln. Ein besonderer Produkt- und Leistungsbereich bildet hierbei das mit Office 365 realisierte Cloud Computing in seinen unterschiedlichen Ausprägungen.

Wie kaum ein anderes Thema hat Cloud Computing in den letzten Jahren die Diskussion in der IT-Industrie beflügelt. Bereits im Jahr 2011 vollzog sich in ersten großen Schritten der Wechsel von der reinen Diskussions-, Evaluierungs- sowie Planungsphase hin zu konkreten Investitions- und Implementierungsprojekten. Ende 2012 ist „die Cloud“ umfassende Realität. Der nachhaltige Wachstumstrend der letzten Jahre im zweistelligen Prozentbereich wird sich auch in den kommenden drei bis fünf Jahren fortsetzen.

Grundlage für diesen stabilen Wachstumstrend ist in derer Linie die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten für kleine, mittlere und große Unternehmen. Während bei anderen technologischen Innovationen in frühen Marktphasen oft die großen und finanzstarken Unternehmen profitieren, können durch Cloud Computing auch kleine Unternehmen und Organisationen ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Office 365 und Milliardenmarkt SaaS

Eine besondere Ausprägung, zu der auch „Office 365“ zählt, ist Software as a Service, kurz SaaS. Der SaaS-Markt in Deutschland ist heute ein Milliardenmarkt. Besonders starke nachgefragt sind Kollaborations-, Kommunikations- und E-Mail-Lösungen. Also Angebote, die die Produktivitätssteigerung der Mitarbeiter adressieren – bei gleichzeitiger Reduktion der IT-Infrastruktur im Unternehmen.

Für den IT-Channel sind Lösungen wie Office 365 von besonderem Interesse, da hiermit sowohl Provisionserlöse, als auch Umsätze aus dem Beratungs- und Projektgeschäft sowie laufende Service-Umsätze erzielt werden können. Grund für immer mehr (klassische) Reseller, Systemhäuser und Integratoren, in diesen lukrativen Markt vorzustoßen.

Jedoch ist nicht alles Gold was glänzt. Insbesondere Unternehmen im IT-Channel, die ihre Leistungen klassisch über die Modelle „Zeit & Material“ (T&M), Produktgeschäft oder über extrem eindimensionale Projekte erbringen, sehen sich vor der Herausforderung, den Vertrieb- und die Leistungserbringung auf die neuen Projekt- und Entscheidungszyklen abzustimmen. Auch stellen sich viele Entscheider bei Integratoren, ISVs und in Systemhäusern die Frage, wie lange erbrachte Beratungs- und/oder Informationsleistungen gegenüber dem Kunden als Vertriebsaufwand eingestuft werden, und ab wann eine Fakturierung und Monetarisierung der Leistungen erfolgen kann.

Scheitern vermeiden – aber wie?

Ein Scheitern von Projekten auch im Umfeld von Office 365 ist keine Seltenheit, die Situationen „nicht in-time“ und „nicht in-budget“ sind dabei die häufigsten Ausprägungen. Ein Scheitern liegt vor, wenn Ziele und/oder Termine nicht erreicht und dadurch die geplanten Ergebnisse verfehlt werden.

Aber auch bereits in der Vertriebsphase von erklärungsbedürftigen Produkten wie Office 365, wo unter Umständen ein stark fragmentiertes Buying-Center vorzufinden ist, werden bereits viele Projektchancen vernichtet. Insbesondere bei Anbietern, die erst in das Projektgeschäft einsteigen, ist dies in vielen Fällen sogar die Regel. Grundsätzlich liegt diese Situation nicht an fehlenden Fachkenntnissen der Anbieter, oder Desinteresse auf Seiten der Anwender, sondern vielmehr ist es auf ein Fehlen von proaktivem Management und unstrukturiertem Vorgehen zurückzuführen.

Strukturiertes Vorgehen als Erfolgsfaktor

Unternehmen im IT-Channel laufen dann zwangsläufig „in ein offenes Messer des Scheiterns“, wenn nicht der gesamte Prozess von der Vertriebsphase, über Projektplanung bis hin zur Umsetzung systematisch durchstrukturiert ist. Die Gründe hierfür sind unter anderem:

  • keine Standards für Vertriebsprozesse
  • keine definierte Abgrenzung zwischen Vertriebsphase und Beratungsphase (Leistungserbringung)
  • fehlendes Reporting (Projekt-Reporting), kein Überblick über schlecht-laufende Projekte
  • kein projektbezogenes Ressourcenmanagement
  • keine Projektmanagement-Standards
  • fehlende oder fehlerhafte Kommunikation
  • keine Transparenz zwischen den einzelnen Projektschritten
  • mangelnde Dokumentation
  • Demotivation der Projektteilnehmer aus dem Misserfolg einzelner Projektschritte oder fehlender Anerkennung

Die Experton Group empfiehlt Unternehmen aus dem IT-Channel, die ernsthaft im Umfeld von Office-Produktivitätslösungen „aus der Cloud“ Leistungen erbringen wollen, ein strukturiertes Vorgehensmodell zu entwickeln. Dieses muss der organisatorischen und operativen Leistungsfähigkeit des eigenen Unternehmens angepasst sein.

Über den Autor:
Axel Oppermann ist als Senior Advisor bei der Experton Group tätig. Sein Schwerpunkt liegt im Bereich der Analyse und Bewertung der strategischen Einführung ICT-basierter Produkte und Dienstleistungen. Er unterstützt Anwenderunternehmen im Bereich der strategischen Einsatzplanung, IT-Beschaffung, Allokation und Lizenzierung von Software mit dem Schwerpunkt auf Microsoft-Produkten.

Axel Oppermann, Senior Advisor bei der Experton GroupKontaktdaten:
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