Schlagwort-Archive: Web


Mrz
15

Profitables Internet-Marketing für IT-Freelancer

publiziert von Marcus Amann, freier Journalist, Berater und Trainer

Freelancer kennen das Problem: IT-Dienstleistungen zu lukrativen Honoraren lassen sich nicht einfach per Mausklick übers Internet verkaufen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie zu einem auch im Internet gefragten Experten werden und in sieben Schritten eine profitable Beziehung zu Ihren Idealkunden aufbauen.

1. Positionieren Sie sich als gefragter Experte

Viele IT-Freelancer versuchen, ein möglichst großes Fachgebiet abzudecken, damit Ihnen kein potenzieller Auftrag durch die Lappen geht. Dadurch gehen Sie jedoch in der Masse unter und befinden sich in der Preisschraube. Im Internet werden keine Generalisten, sondern Spezialisten auf einem klar umgrenzten Gebiet gesucht. Konzentrieren Sie sich deshalb in der Außendarstellung auf Ihre Stärken und machen aus Ihren IT-Dienstleistungen greifbare und erlebbare Produkte. Das gelingt Ihnen, indem Sie kurze und präzise Antworten auf folgende Fragen liefern:

1. WARUM sollen Kunden mit Ihnen zusammenarbeiten? Was sind die Ergebnisse Ihrer Arbeit?
2. WAS ist zu tun, um diese Ergebnisse zu erzielen? Welche Methode oder Software-Tools nutzen Sie dazu?
3. WIE unterstützen Sie Ihre Kunden bei der Umsetzung des WAS, zum Beispiel beim Einführen eines CRM-Systems?
4. WER sind Sie? Hierbei ist es wichtig, Vertrauen in Ihre Person zu erzeugen.

2. Bauen Sie als Freelancer verkaufsstarke Webtexte auf

Setzen Sie Ihre Webtexte auch nach dieser “4 x W”-Struktur um.

  • Startseite: Präsentieren Sie hier in erster Linie die Ergebnisse (WARUM) die Sie für Ihre Kunden erzielen und reißen die anderen drei Ws dagegen nur kurz an.
  • Methodik (WAS): Dies kann ein Software-Tool, eine IT-Projekt-Methode oder ähnliches sein. Wichtig dabei: diese Rubrik ist für Informationsinteressenten gedacht, die sich erst einmal generell mit dem Thema beschäftigen möchten.
  • „Vorgehensweise“ (WIE), „Umsetzung“ etc. Hier beschreiben Sie für Kaufinteressenten, wie Sie bei der Umsetzung Ihrer angewandten Methode oder Software vorgehen.
  • „Über …“ (WER). An dieser Stelle gilt es Vertrauen in Ihre Fähigkeiten und Ihre Person zu erzeugen. Dazu gehört ein Bild von Ihnen, Ihr Werdegang, Ihre Aus- und Fortbildungen, Praxis- und Projekterfahrungen, Kompetenznachweise in Form von Zertifizierungen, Zitate zufriedener Kunden und – wenn möglich – Fallbeispiele und Referenzen erfolgreich abgewickelter Projekte.

3. Gestalten Sie Ihre Webseiten professionell und nutzerfreundlich

Stricken Sie das Design Ihrer Webseiten nicht selbst. Arbeiten Sie mit einem Profi zusammen. Lassen Sie zumindest eine Seitenvorlage, die Sie immer wieder kopieren und mit Inhalten füllen, erstellen. Ideal ist ein Content-Management-System, bei dem Sie selbst leicht neue Seiten anlegen und bestehende ändern können.

Was Sie beachten sollten: Ihre Webtexte werden nicht gelesen, sondern lediglich überflogen. Bauen Sie deshalb Schnellstraßen in diese Texte ein, mit denen Ihre Besucher den Wert und den Inhalt innerhalb von Sekunden erfassen können. Dies sind Über- und Zwischenüberschriften, Fettungen, Aufzählungen, Hyperlinks und Bildunterschriften.

4. Locken Sie mit Infotools Informationsinteressenten und Multiplikatoren an

Bieten Sie hilfreiche Infos und Tipps an, die man auch unabhängig einer Zusammenarbeit mit Ihnen nutzen kann. Genauer wären das Anleitungen, Checklisten, Fachbeiträge, Fallbeispiele oder kleine Software-Tools.

Damit versprechen Sie nicht nur Nutzen, sondern beweisen ihn auch gleich. Sie stärken damit Ihre Expertenstellung und das Vertrauen in Sie. Außerdem holen Sie auf diese Weise Multiplikatoren ins Boot, die Ihre Webseiten kostenlos bewerben.

5. Halten und vertiefen Sie den Kontakt per E-Mail

Eine gut gepflegte E-Mail-Liste ist Gold wert. Sie halten und vertiefen damit den Kontakt zu Ihren Informationsinteressenten und Multiplikatoren. Nutzen Sie deshalb jede Möglichkeit zum Sammeln von E-Mail-Adressen: Auf Ihrer Webseite, bei Veranstaltungen, beim Telefonieren, bei Vorträgen oder Seminaren.

Sie brauchen keinen umfangreichen regelmäßigen Newsletter versenden. Kurze spontane Info-Mails – wie zum Beispiel der Hinweis auf Ihre baldige Verfügbarkeit für neue Projekte, eine abgeschlossene Zertifizierung, speziell erworbene Fachkenntnisse oder auch nur die Empfehlung eines guten Buches – reichen oft schon.

6. Bewerben Sie Ihre Web-Angebote gezielt

Setzen Sie Ihre Infotools zur Bewerbung Ihrer Webseiten gezielt ein. Bitten Sie Webseiten mit ähnlicher Zielgruppe, diese zu empfehlen. Bieten Sie Ihre Fachartikel kostenfrei Fachmedien an, unter der Bedingung, dass Ihre Kontaktdaten und Internet-Adresse genannt werden. XING und Twitter sind ebenfalls geeignete Plattformen, in denen Sie auf sich und Ihre Infotools aufmerksam machen können.

7. Lösen Sie gezielt Anfragen aus und machen daraus lukrative Stammkunden

Schließen Sie dazu jeden Webtext und jede E-Mail-News mit einer Handlungsaufforderung ab. Stellen Sie gezielt Fragen und kombinieren Sie dies mit einem Gesprächsangebot oder bieten weitere Unterlagen an.

Wichtig: Wenn Sie eine Anfrage per Mail erhalten, dann beantworten Sie diese so schnell wie möglich. Wenn Sie eine Telefonnummer haben, dann rufen Sie an. Auf diese Weise können Sie den Bedarf wesentlich besser als per E-Mail ermitteln.

Legen Sie für jede Anfrage einen elektronischen Ordner (mit Gesprächsnotizen, E-Mails und Wiedervorlagetermin) in einer dafür geeigneten Kontakt-Software ab und verfolgen diese konsequent. Ihre Kunden und Ihr Auftragsbestand wird es Ihnen danken.

Über den Autor:
Marcus Amann ist seit 1996 Journalist, Berater und Trainer und gilt als Internet-Marketing-Pionier im deutschsprachigen Raum. 100 Prozent seiner Kunden hat er ausnahmslos über das Internet gewonnen.

Marcus Amann, freier Journalist, Berater und TrainerKontaktdaten:
Marcus Amann
Peter-Goessler-Straße 10
D-72076 Tübingen

Tel: 07071-76 33 22
Fax: 07071-76 33 56
E-Mail: mail@amann.de
Internet: www.amann.de

Veröffentlicht unter Business
Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Dez
16

Strukturiertes Selbstmarketing (Teil 2)

publiziert von Robert Jähnigen, Dipl. Kommunikationsdesigner und Kreativdirektor mediago GmbH

In der vorangegangenen Ausgabe hatte Diplom-Kommunikationsdesigner Robert Jähnigen bereits die ersten Schritte zur Professionalisierung des Selbstmarketing im Internet umrissen: Vom Streamlining, also der Zusammenfassung und Vereinheitlichung des eigenen Profils bis hin zu den Dos und Don’ts des Social Networking galt dabei eine Regel: Disziplin und Reduktion der Inhalte auf das Wesentliche. Soziale Netzwerke können nur einen Wegweiser auf das Kernstück professioneller Selbstvermarktung darstellen: die eigene Webseite. Hier und nicht im anonymisierten Umfeld professioneller Web-Plattformen, liegt in Sachen Umfang und vor allem einprägsamer Präsentation die größte Chance zum optimalen Selbstbranding. Und die gilt es zu nutzen.

Die Webseite: ein globales Schaufenster in Sachen Selbstmarketing

Sind die ersten Schritte zum eigenen Außenauftritt gemacht, geht es an den Kern erfolgreichen Selbstmarketings: Die Webseite. Was der Interessent hier vor die Augen bekommen soll, muss nicht nur Professionalität beschreiben, sondern auch ausstrahlen. Eine werbewirksame Webseite ist inhaltlich klar durchstrukturiert. Vom Begrüßungstext (das eigene Kurzprofil – siehe vorangegangene Ausgabe “Strukturiertes Selbstmarketing – Teil 1″) über detailliertere Informationen und Referenzen bis zum herunterladbaren Lebenslauf als Word-file. Diese klare Ordnung muss sich auch in der Gestaltung wiederfinden.

Eine eindeutige Navigation, gute Lesbarkeit und grafische Zurückhaltung sind das oberste Gebot gestalterischer Durchgängigkeit. Eine technisch saubere und fehlerfreie Programmierung versteht sich von selbst. Das macht kein Flash-Feuerwerk notwendig und bedeutet auch keine acht Seiten nackten HTML-Text. Eine ansehnliche, seriöse CSS-Lösung, die mit Geschäftspapier und Visitenkarte korrespondiert, genügt völlig. Und das ganz ohne Animationen und unnötig Dekoratives oder gar Privates. Thematisch passendes Bildmaterial und ein smarter Umgang mit Schrift wirken oft Wunder für die Optik. Und die korrekte Einbindung von Bildnamen und Schlagworten im Header generiert Google-Treffer. Nach Möglichkeit empfiehlt sich eine englische Version der eigenen Web-Präsenz.

Fragen Sie sich selbst! Ist die Seite kompakt, prägnant und optisch und inhaltlich (regelmäßig aktuelle Projekte einpflegen!) auf der Höhe der Zeit? Gratulation, dann kann sie beworben werden. Zum Beispiel mit einem Mailing. Ob Sie Twitter nutzen wollen? Vielleicht für eine Meldung zum Urlaubsbeginn oder Projektabschluss, ansonsten ist der Mitteilungsdrang der eifrigsten Tweets eher kritisch zu bewerten.

Website, Briefpapier, Flyer – das Auge entscheidet

Gehen wir davon aus, Sie wissen was = welche Inhalte Sie präsentieren möchten. Sie wollen und können fachlich überzeugen. Ausführlich, im Detail, ganz konkret. Wie man es aber auch dreht oder wendet, der Mensch ist ein Augenwesen: Wenn rund 80% unserer Sinnesimpulse optischer Natur sind deutet das auf gewisse Notwendigkeiten im eigenen Auftreten als Marke hin. Bei aller Modernität kann man die Wirkung einer gut gemachten Visitenkarte inklusive Briefbogen, mit eigenem Logo, nicht abstreiten. Dies gilt vorallem für den persönlichen Erstkontakt, aber auch als Erinnerung, also in der Nachakquise. Denn hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Unternehmen, die externe Hilfe anfordern, kaufen nicht nur die Leistung des Externen, sie wollen diese Leistung auch beim Empfänger gut ankommen sehen.

Dringend möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass Word zwar das Programm zur Präsentation Ihres Qualifikationsprofiles ist. Es ist aber definitiv kein Gestaltungsprogramm für Logos oder Geschäftsausstattungen: Was hier hausgemacht entsteht, ist das Gegenteil von förderlich. Bedenken Sie, dass jedes Mailing, jede Kommunikationsmaßnahme eine Chance ist, sich positiv in Erinnerung zu bringen. Was laienhaft oder nach anonymer Massenproduktion (gerade zu Weihnachten ist da eher ungeschicktes als schönes zu beobachten) aussieht, wirkt gegenteilig. Also investieren Sie in eine durchdachte Gestaltungslinie und interessante Mailing-Ideen: Nur wer Kommunikation ernst nimmt, wird selbst ernst genommen.

Bleiben Sie dran, bleiben Sie informiert, denn unser Umgang mit den Medien wird mit Sicherheit Veränderungen unterliegen – wie der Unternehmer selbst und das äußere Bild der Marke. Es gilt auch hier: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Ernsthaft betrieben liegt in einem konstant entwickelten Selbstmarketing nicht selten der Unterschied zwischen Gewinn und Verlust. In diesem Sinne: Viel Erfolg!

Über den Autor
Robert Jähnigen ist Diplom-Kommunikationsdesigner. Als Creative Lead Art/Text bei mediago sorgt er für die Betreuung regionaler und überregionaler Kunden aus Industrie und Mittelstand, aber auch Selbstständiger, von der Werbekonzeption bis hin zur Ausgestaltung. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt auf Corporate Design und Corporate Communications. Der Art Director hat seinen Abschluss an der Merz Akademie in Stuttgart gemacht und Kunden wie Siemens, Laurél und Daimler betreut.

Robert Jähnigen, Diplom-Kommunikationsdesigner und Kreativdirektor der mediago GmbHKontaktdaten:
mediago GmbH
Untere Beutau 14
73728 Esslingen

Telefon: 0711 8824-993
Telefax: 0711 8824-994
E-Mail: jaehnigen@mediago.de
Internet: www.mediago.de

Veröffentlicht unter Business
Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Nov
5

Strukturiertes Selbstmarketing (Teil 1)

publiziert von Robert Jähnigen, Dipl. Kommunikationsdesigner und Kreativdirektor mediago GmbH

Das Jahr geht zu Ende, und viele Selbstständige überlegen sich bereits, mit welchen Weihnachtsgrüßen sie an Ihre Kunden herantreten – sei es, um sich für die erfolgreiche Zusammenarbeit zu bedanken, aber auch um sich für Folgeprojekte zu empfehlen. Zweifellos wird eifrig kommuniziert – häufig nach dem Motto “viel hilft viel”. Das ist löblich, verfehlt aber regelmäßig das eigentliche Ziel – denn qualitativ ist deutlich Luft nach oben vorhanden. Mit etwas Hilfe und System lässt sich die Selbstmarketing-Professionalisierung aber schnell vorantreiben.

Die eigene Person – eine Marke!

Es ist häufig zu beobachten, dass Selbstständige oder kleinere Unternehmen als Vorteil anführen, informeller, schneller und persönlicher zu arbeiten. In Bezug auf Problemlösungen bei der Projektarbeit trifft das auch mehr oder weniger zu. In Sachen Kommunikation und Akquise allerdings auf keinen Fall. Denn schlicht jeder Selbstständige ist eine eigene Marke, und nur die erfolgreichsten bleiben uns in Erinnerung. Dabei zeigt sich, dass nur wer die Regeln des Geschäftsleben kennt und über eine angemessene und authentische Form zum professionellen Selbstmarketing verfügt, auch als erfolgreich wahrgenommen wird.

Selbstmarketing beginnt bei den kleinen Dingen. Egal, wie überragend die eigenen Fähigkeiten sind, ein gewisser Rahmen bei Geschäftskommunikation sollte gewahrt bleiben: Mit gepflegter, formaler Kleidung, einer flüssigen (eingeübten oder vorbereiteten) mündlichen Präsentation und einer zuvorkommenden Art bewegt man sich auf den Kunden zu und signalisiert ihm Wertschätzung und Professionalität. Der erste Eindruck zählt, denn es entscheidet sich in den ersten sieben Sekunden, ob man einem Menschen positiv oder negativ auffällt.

Zeigen Sie Geduld. Lassen Sie den Kunden unter allen Umständen aussprechen! Stellen Sie sich auf Ihren Gegenüber ein. Schildern Sie Fachliches in Gesprächen mit fachfremden Entscheidern in einfachen Analogien und schon ist viel gewonnen. Auch um in Erinnerung zu bleiben reichen einfache Mittel: So schloss Freiherr von Knigge (übrigens beglaubigtermaßen ein begnadeter Networker) jedes Schreiben mit “Alles wird gut.” ab – einem waschechten Slogan und ein Coup in Sachen Selbstmarketing.

Auch ein eingängiger Markenname hilft der eigenen Unternehmung, wobei hier oftmals der eigene Name nicht einmal die schlechteste Wahl ist – denn in spezialisierten Branchen finden sich allzu sinnfreie und verwechselbare Kunstworte – und Sie wollen doch unverwechselbar sein, oder?

Die Nische finden und für das Selbstmarketing nutzen

Erfolgreiche Marken sind spezialisiert, weniger spezialisierte Marken haben ausgesprochen häufig mit Problemen zu kämpfen. “Groß und integriert” klingt zunächst gut, birgt aber die Gefahr von Markenverwässerung und Misserfolg durch fehlende Effektivität – bei großen Unternehmen ist hier in den letzten Jahren viel Lehrgeld bezahlt worden.

Schreiben Sie sich ein eigenes Profil auf den Leib – und fassen Sie es dann in maximal drei überzeugenden und verständlichen Sätzen zusammen – die Sie im Schlaf aufsagen können. Mit genau diesem Text sollte die eigene Homepage oder das eigene Networking-Profil bei XING und Konsorten beginnen. Der Leser hat, besonders im Netz, generell immer weniger Zeit. Kommen Sie ihm entgegen, indem Sie auf den Punkt kommen! Durchkämmen Sie Ihre Referenzen und das eigene Skillset – die Liste der eigenen Fähigkeiten: Streichen Sie, was unwesentlich oder technisch überholt ist. Heben Sie Schwerpunkte, Referenzen oder Fortbildungen zu aktuell gesuchten Fähigkeiten hervor.

Exotische Skills sollten nur genannt werden, wenn sie der Markt verlangt: Legen Sie Ihr Ohr an die Schienen der Trendforschung. Als Beispiel: FORTRAN beherrschen Sie sicherlich noch so gut wie Fahrrad fahren. Augmented Reality und Bilderkennungstechnologien allerdings machen die Schlagzeilen auf wired.com.

Professionalisieren der Selbstdarstellung

Nutzen Sie die Möglichkeiten des Web 2.0, ohne die Schwächen mit in Kauf nehmen zu müssen. Auch hier ist Reduktion der Schlüssel zum Erfolg. Ein gut gemachter XING-Eint rag ist in Sachen Selbstmarketing mehr wert als eine Omnipräsenz im Netz. Hier ist generell anzuraten, das eigene Profil häufiger upzudaten, als maximale Streuung erreichen zu wollen. Das fängt beim eigenen Foto an (das sollte unbedingt professionell gemacht sein) und hört bei fortlaufenden Update ihrer Projekte auf – gerade bei Selbstständigen.

Es gibt eine gewisse Tendenz, sich auch auf sozialen Netzwerke zu präsentieren. Das ist erst einmal kritisch zu durchleuchten: Ein Drittel aller deutschen Recruiter kämmt im Bewerbungsprozess auch die Social-Network-Einträge der Kandidaten durch, Tendenz steigend. Was Nutzer hier hinterlassen, ist eine Spur, die ein verzerrtes soziales Profil ergeben kann, wenn eine derartige Omnipräsenz nicht absolut diszipliniert betrieben wird.

studi.vz: spätestens mit Abschluss des Studiums zu beenden, und auch dann ist bei der Wahl der Interessengruppen Vorsicht geboten. flickr.com und facebook.com machen private Bildgalerien öffentlich – auch diejenigen, die man dem neuen Chef oder Kunden nicht zeigen möchte. Screenshots vom letzten Projekt sind hier hingegen ein Plus. myspace.de ist in erster Linie eine Möglichkeit für absolute Laien, eine eigene Webseite zu erstellen. IT-Fachleute machen damit keinen Punkt.

Wenn man trotz solcher Bedenken mehrere Profile pflegen will, sollte man unbedingt auf Konsistenz, also einen Gleichklang in den Inhalten achten. Nichts ist destruktiver für die eigene Glaubhaftigkeit als verschiedene Profile, die deutliche Widersprüche zeigen – vielleicht sogar auf fachlicher Ebene. Die Zeit zur Pflege sollten User auf jeden Fall als festen Arbeitsfaktor einkalkulieren. Die notwendigen regelmäßigen Updates sollten immer wie ein völlig reguläres Projekt betrieben werden: Wenn auch nur indirekt, so geht es beim Networking doch um Geld, nämlich um Aufträge.

Eine gesonderte Funktion als positiver Multiplikator besitzen fachliche Veröffentlichungen oder eine Dozentenstelle. Derartiges Engagement ist ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt, wirkt es doch als hervorragende externe Empfehlung und demonstriert Innovationsbereitschaft, ein tieferes Verständnis der Materie und der eigenen Soft Skills. Der Schlüsselpunkt beim Networking allerdings ist, worauf all diese Einträge verweisen: Die eigene Webseite.

Diesen Aspekt freue ich mich Ihnen in der kommenden Ausgabe des SOLCOM Online Magazins im Detail erläutern zu dürfen.

Über den Autor
Robert Jähnigen ist Diplom-Kommunikationsdesigner. Als Creative Lead Art/Text bei mediago sorgt er für die Betreuung regionaler und überregionaler Kunden aus Industrie und Mittelstand, aber auch Selbstständiger von der Werbekonzeption bis hin zur Ausgestaltung. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt auf Corporate Design und Corporate Communications. Der Art Director hat seinen Abschluss an der Merz Akademie in Stuttgart gemacht und Kunden wie Siemens, Laurél und Daimler betreut.

Robert Jähnigen, Diplom-Kommunikationsdesigner und Kreativdirektor der mediago GmbHKontaktdaten:
mediago GmbH
Untere Beutau 14
73728 Esslingen

Telefon: 0711 8824-993
Telefax: 0711 8824-994
E-Mail: jaehnigen@mediago.de
Internet: www.mediago.de

Veröffentlicht unter Business
Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar