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Professionelles Marketing ist ein wichtiger Faktor für Freiberufler

Kleine Unternehmen, Start-Ups und Freiberufler sind stets auf der Suche, nach der einen Marketingkampagne, die ihre Unternehmungen pusht. Dabei wird der Fokus dort zu oft auf die perfekte Website und ständige Social Media Präsenz gelegt, wo auch crossmediales Marketing erfolgreich sein kann. Gerade bei regionalen Projekten und Dienstleistungen ergibt der Marketingmix aus Online- und Offlineinstrumenten oft mehr Sinn, als das Verharren in den Onlinegrenzen.

Ineffizientes Crossmarketing

Um zu verstehen, warum Offline-Marketing eine neue Renaissance erlebt, nur Jahre nachdem sich Social Media und interaktive Landingpages als ideales Instrument etablieren konnten, betrachtet man am besten solche Varianten, die sich nur durchsetzen konnten. In den Jahren 2010 bis 2012 wurden QR-Codes gehypet. In verschiedenen Formen existieren sie seither auf Werbeplakaten, Flyern und in Büchern vor sich hin, oft, ohne dass die dahinterliegenden Links gepflegt werden. Die QR-Technik sah vor, dass Menschen, welche die Printwerbung offline sehen, zu ihrem Smartphone greifen und einen Code scannen, um online erweiterte Informationen zu erhalten.

In vielen Ländern haben QR-Codes funktioniert und wurden erweitert. Südkorea etwa hat das Scannen von Codes aller Art mit Instant-Shopping verbunden. Während Reisende auf ihre Züge warten, können sie in Supermärkten vor einer Werbetafel stehend über das Smartphone einkaufen und seine Lieferung an der Haustür entgegen nehmen. Hierzulande lag hinter den QR Codes eine Zeit lang vor allem die gleiche Werbung noch einmal, die Firmenwebsite ohne spezielle QR-Landingpage, oder ein Kontaktformular. Warum der Kunde statt die Firma von der Werbetafel selbst zu googlen, lieber den Code nutzen sollte, ohne daraus Vorteile zu ziehen, erschloss sich vielen Menschen nicht. Wer es richtig machte und spannende Angebote hinterlegte, oder Rabatte über den Code anbot, konnte dagegen, solange der Hype anhielt, den Umsatz leicht steigern. Auch das Buchen von Konzerttickets über den Kaufcode auf den Plakaten wurde vergleichsweise häufig genutzt, da ein konkretes Angebot vorlag.

Räume verbinden statt spiegeln

Das Beispiel QR-Code zeigt eines recht deutlich. Macht der potentielle Kunde sich die Mühe, sein Telefon zu zücken, eine App zu starten, einen Code zu scannen und sich die Zielseite oder den hinterlegten Inhalt anzusehen, erwartet er einen echten Mehrwert, den er ohne die Aktion nicht hätte. Eine statische Firmenwebsite auf einem komplizierten Link zu hinterlegen,enttäuscht. Auch ungewollt startende Videoinhalte, die das Internetvolumen des Kunden aufbrauchen, aber dafür nichts zurückgeben, stören. Genau wie uninteressante Printwerbung oder Social Media Kanäle, die hintereinander weg nur unpersönliche Links zu Informationen rund um Dienstleistungen auswerfen. Was also ist stattdessen gefragt?

Crossmediales Marketing heißt so, weil es Online- und Offlinewerbung geschickt verbindet und ergänzt. Eine erfolgreiche Kampagne drängt sich nicht ausschließlich und penetrant per Postwurfsendung oder Newsletter auf. Aber bietet etwa die Printwerbung einen attraktiven Anreiz, einen Newsletter zu empfangen, etwa einen höherwertigen Gutschein, ist das Interesse geweckt. Ein Plakat, das einen scanbaren Code anbietet, versteckt idealerweise hinter dem Code einen Wow-Effekt. Ein Video, eine Animation, oder einen Aktionscode, der den Interessenten animiert, das Scannen seinen Freunden und Kollegen zu empfehlen.

Regional crossmedial werben

Auf regionaler Ebene, zur Eröffnung eines Geschäftes, Einführung einer lokalen Dienstleistung, oder einfach um auf ein Angebot aufmerksam zu machen, können Postkarten oder kurze Anschreiben tatsächlich eine Alternative sein. Was früher verpönt war, ist heute so selten, dass sich Kunden wieder darüber freuen. Je hochwertiger die Postwurfsendung, desto eher wird der Kunde sich für das Angebot interessieren. „Lern uns kennen!“, „Sie sind eingeladen!“ oder ähnliche Aufrufe sind so simpel wie effektiv. Das neue Geschäft benötigt einen Kundenstamm, was spricht also gegen ein öffentliches Event, zu dem per Printwerbung eingeladen wird. Eine hochpreisige Boutique hat Aktionswochen? Warum nicht Werbung auf Stoffsamples drucken lassen und an die Umgebung verteilen. Auch sinnvolle Werbegoodies oder Produktproben werden gern genutzt und bleiben im Kopf. Sie sollten stets irgendwie in Verbindung mit angebotenen Produkten oder Dienstleistungen stehen.

Neben einer wirkungsvollen Offlinekampagne, zu der sich Selbstständige und kleine Unternehmen unbedingt auch Tipps einer Agentur einholen sollten, bleibt es wichtig, die eigene Website topaktuell zu halten und telefonisch und per Mail auf Rückfragen zeitnah zu antworten. Social Media Accounts sind eine tolle Möglichkeit, Aktionen und News zu bewerben, aber auch die Interaktion ist essentiell. Kunden werden hier am besten zum „Teilen“, „Liken“ oder Weiterempfehlen animiert durch Verlosungen, Giveaways oder einer Prämie, wenn neue Kunden sich unter Angabe ihres Namens registrieren. Statt monatlicher unpersönlicher Newsletter haben sich Mailingsysteme als erfolgreich erwiesen, bei denen eine Mail auf der vorherigen aufbaut, oder die in einem persönlichen, gern auch unterhaltsamen, Tonfall von den Neuerungen des Unternehmens erzählen. Der unpersonalisierte Flyer, die statische Website bestehend auf Öffnungszeiten und Kontaktformular und der aufdringliche Werbeanruf verlieren im Vergleich zu einer persönlichen Kampagne mit Überraschungsmoment stets.

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