Home Office: Effektiv und ohne Ablenkung von zuhause aus arbeiten

Wer seine Brötchen als Freiberufler verdient, kann seinen Tages- und Arbeitsrhythmus in den meisten Fällen komplett selbst bestimmen. Da in den eigenen vier Wänden allerdings zahlreiche potentielle Ablenkungen warten, brauchen Freelancer nicht nur eine gehörige Portion Disziplin, sondern gleichzeitig auch eine gesteigerte Motivation, um sich auch voll und ganz auf die anstehenden Projekte konzentrieren zu können. Aber wie schafft man es eigentlich, sämtliche Störfaktoren auszublenden, die ein effektives Arbeiten verhindern? Und welche Möglichkeiten gibt es, das Home Office so einzurichten, dass erst gar keine Zerstreuung aufkommen kann?

Die meisten Freiberufler, die von zuhause aus arbeiten, haben vor allem zu Beginn der Selbstständigkeit immer wieder Probleme damit, sich voll und ganz auf die Arbeit zu fokussieren. Und die Gründe dafür sind mannigfaltig: Der Fernseher im Wohnzimmer, die zahlreichen Spiele auf dem PC oder verschiedenste Hausarbeiten, die man ja eigentlich schon vor ein paar Tagen erledigen wollte. Wie schafft man es da bloß, sich zu beherrschen und sich nicht immer wieder ablenken zu lassen? Zum einen bedarf es einer guten Portion Selbstdisziplin und zum anderen braucht man ein Büro, in dem auch eine echte Arbeitsatmosphäre herrscht. Und wie das Ganze am besten funktionieren kann, zeigen wir in dem nun folgenden Artikel.

Der Arbeitsplatz: Das Umfeld muss stimmen

Für fast alle Freelancer und Selbstständige bedeutet eine erfolgreiche Bewerbung als Freiberufler auf ein neues Projekt, dass die Miete auch für die nächste Zeit gesichert ist. Doch spätestens nach den ersten zwei bis drei Tagen ist die anfängliche Freude bereits verflogen und man ist wieder im berühmt-berüchtigten alltäglichen Trott angekommen. Um sich jetzt nicht von den zahlreichen Dingen ablenken zu lassen, die man ja eigentlich viel lieber machen würde, bedarf es in erster Linie eines Arbeitsplatzes, der im Optimalfall so eingerichtet ist, dass dort erst gar keine Ablenkung entstehen kann. Dementsprechend haben beispielsweise ein Fernseher oder auch die geliebte PlayStation nichts in einem echten Büro zu suchen.

Außerdem sollte es sich bei dem Arbeitszimmer um einen separaten Raum handeln, der von dem Privatbereich getrennt ist. Darüber hinaus muss man sich in seinem Büro natürlich auch wohlfühlen. Das lässt sich unter anderem mit einigen Pflanzen, dem einen oder anderen Poster an den Wänden und ausreichend guten Lichtverhältnissen erreichen. Ebenso sollte sich das Home Office optimalerweise nicht an der Straßenseite befinden, um den Geräuschpegel so gering wie möglich zu halten. Und zu guter Letzt spielt auch die Ordnung eine wichtige Rolle, denn ein aufgeräumter Schreibtisch und ein gut strukturiertes Ablagesystem können bei vielen Freiberuflern wahre Wunder bewirken.

Die Selbstdisziplin: Motivation ist alles

Als Freiberufler ist man bekanntlich weder dazu verpflichtet, pünktlich im Büro zu sein, noch muss man sich an spezielle Kleidungsvorschriften halten. Doch wer bis mittags schläft und sich im Pyjama vor den Arbeitsrechner setzt, muss sich nicht wundern, wenn der Biorhytmus durcheinander gerät und die Motivation auf der Strecke bleibt. Daher sollte man sich auch als Freelancer gewisse Regeln selbst auferlegen. Dazu gehört einerseits eine festgelegte Uhrzeit, zu der man an Arbeitstagen ohne Ausnahme aufsteht. Andererseits kann auch eine morgendliche Dusche die eigene Motivation ankurbeln. Und statt eines alten Pullovers und einer Jogginghose mit Löchern empfiehlt sich ein Outfit, welches man sonst auch bei einer Festanstellung tragen würde.

Außerdem sollte man tunlichst vermeiden, private Angelegenheiten mit dem Berufsleben zu vermischen. Dazu gehören beispielsweise nicht nur private Telefonate, die – falls sie über den Tag verteilt immer wieder vorkommen sollten – schnell dafür sorgen können, dass man sich danach erneut gedanklich auf das aktuelle Projekt fokussieren muss. Ebenso sollte man den Menschen im nahen Umfeld (Freunde, Lebenspartner, Kinder und sonstige Familienmitglieder) klarmachen, dass man innerhalb der festgelegten Arbeitszeit nicht gestört werden möchte – denn schließlich stünde man bei einer Festanstellung ja auch nicht durchgehend für private Dinge zur Verfügung.

Geregelte Arbeitszeiten, frische Luft und kleine Belohnungen

Wie bereits erwähnt, gehört der Wecker am Morgen zu den grundlegenden Regeln eines Selbstständigen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass man zudem eine Zeit für den Feierabend festlegt. Diese kann natürlich je nach Arbeitsaufkommen variieren, doch sollten mindestens sechs bis acht Stunden pro Tag ausschließlich für die Arbeit reserviert sein. Um die Motivation auch während und nach der Mittagszeit aufrecht zu erhalten, darf man sich natürlich hin und wieder eine kleine Pause gönnen. Diese Zeit – am besten zwei bis drei kurze Ruhephasen für jeweils rund zehn Minuten – kann man dann zum Beispiel dafür nutzen, einen neuen Kaffee zu machen oder sich die Beine bei einem kleinen Spaziergang an der frischen Luft zu vertreten.

Darüber hinaus raten die Experten des Online-Magazins Focus dazu, die Pausen ab und an auch für Sportübungen oder zum Kochen zu nutzen. Denn frisch gestärkt arbeitet es sich bekanntlich deutlich besser. Abschließend sei gesagt, dass es nicht schaden kann, wenn man sich auch mal selbst belohnt. Wenn beispielsweise die To-do-Liste für den Tag schon fast abgearbeitet ist, kann man ein wenig im Internet surfen, auf Facebook und Co. nach dem Rechten schauen oder auch private E-Mails checken. Dabei sollte man allerdings darauf achten, dass man die Uhr nicht aus den Augen verliert – denn wem erst nach einigen Stunden auffällt, dass das Tagespensum ja noch immer nicht erreicht ist, wird sich schwer damit tun, die Motivation dafür wiederzufinden.

Investitionen, die sich lohnen: Aktuelle Technik und professionelles Equipment

Ein weiterer wichtiger Punkt, den Selbstständige stets beachten sollten: Man ist immer nur so gut, wie es die technische Ausstattung erlaubt. Das beginnt bereits mit dem Schreibtisch und dem Bürostuhl. Hierbei sollte man darauf achten, dass man nicht etwa am Küchentisch auf einem Barhocker arbeitet, sondern auf einem ergonomischen Stuhl, der an die Höhe des Tisches angepasst ist. So verhindert man Rückenschmerzen und kann auch über mehrere Stunden ohne Probleme fokussiert arbeiten.

Darüber hinaus spielt auch das technische Equipment eine wichtige Rolle. Dazu gehören ein aktueller Computer samt Maus und Tastatur sowie ein funktionierender Drucker und ein schneller Internetzugang. Außerdem kann es nicht schaden, wenn man in eine externe Festplatte investiert, die zur Sicherung sämtlicher arbeitsrelevanter Daten genutzt wird – denn nichts ist ärgerlicher als der Verlust wichtiger Dateien. Wer hier am falschen Ende spart, macht sich das Freiberuflerleben selbst nur unnötig schwer.

Über den Autor

Sven Schäfer arbeitet bereits seit über zehn Jahren als selbstständiger Journalist und Autor für diverse Online-Portale, (Tages-)Zeitungen und Magazine. Seit nunmehr einem Jahr schreibt er unter anderem auch für Lebenslauf.de. Dort zeichnet er sich vor allem durch sein Expertenwissen in Bezug auf optimierte Bewerbungsabläufe und die strukturellen Inhalte von Lebensläufen und Anschreiben aus.

Sven Schäfer

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1 Kommentar

  1. Avatar

    Schön erklärt! Home Office ist mehr als nur nen Schreibtisch und Bürostuhl zu kaufen und dann nicht mehr zur Arbeit fahren zu müssen. Jeder, der es mal gemacht hat, weiss wie schwer es sein kann, im Freizeit-Umfeld immer Vollgas zu geben. Nicht selten ist es auch mit den Nachbarn schwer, die einen dann für alle möglichen Gefälligkeiten einplanen, weil man ja zu Hause ist…

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