Ihre Erfahrung zählt: Mehr Rechtssicherheit beim Statusfeststellungsverfahren

Nach wie vor sorgt ein unzeitgemäßes Statusfeststellungsverfahren (SFV) für Unsicherheiten im Markt, die in Einzelfällen sogar darin mündeten, dass manche Unternehmen die Beauftragung von selbständigen Experten zunächst komplett untersagt haben.
Eines der Hauptanliegen des Bundesverbandes für selbständige Wissensarbeit in den vergangenen Jahren war es daher, in einem engen Dialog mit Vertretern unterschiedlicher Parteien und Ministerien einen konstruktiven Beitrag für mehr Rechtssicherheit für die Arbeit selbständiger Experten zu leisten.

Der Verband, in dem führende Dienstleister für den projektbasierten Einsatz hochqualifizierter selbständiger Wissensarbeiter vereint sind, hat insbesondere im Bundesministerium für Arbeit und Soziales in den vergangenen zwei Jahren auf allen Ebenen viele Gespräche geführt und konkrete Vorschläge eingebracht, die zu einer deutlichen Verbesserung führen würden.
Dieser sogenannte „Zukunftsdialog“ des BMAS ist derzeit in einer entscheidenden Phase.

Kommentarfunktion verfügbar

Einige Positionen aus dem Zukunftsdialog sind derzeit online abrufbar, und das BMAS bittet die Freelancer-Community um Kommentierung.
Wir meinen, dass diese Chance genutzt werden sollte.

Auf der entsprechenden Webseite des Zukunftsdialogs finden Sie unter dem Punkt 1 („Lösungsansatz: Anpassung im Sozialversicherungsrecht“) die geschilderte Problemlage zum SFV:

  • Das SFV wird dem Anspruch nach einfacher und verlässlicher Klärung nicht gerecht
  • Es kann erst nach Beginn einer Tätigkeit eingeleitet werden
  • Es hat keine prognostischen Elemente (soll heißen aus einem positiven Bescheid für ein bestimmtes Projekt lässt sich nicht ableiten, dass ein zweites Projekt mit ähnlicher Aufgabe ebenfalls genauso beschieden werden würde)
  • Es ist nicht digital verfügbar (und damit langsam)
  • Der Fragenkatalog bedarf der Weiterentwicklung

Nehmen Sie Einfluss

Alles Kritikpunkte, die auch wir in vielen Gesprächen platziert, und ergänzend konkrete Lösungsvorschläge unserer Arbeitsgruppe Recht eingebracht haben.
Sollten Sie Erfahrungen mit den Schwierigkeiten des Statusfeststellungsverfahrens gemacht oder persönlich erlebt haben, dass Projekte aus Gründen der Rechtsunsicherheit von Kunden abgesagt oder gestoppt wurden, so bietet sich für Sie im Dialog des BMAS die Möglichkeit, mit Ihrem konkreten Beitrag Einfluss auf zukünftige Entwicklungen und eventuelle Anpassungen und Verbesserungen des Verfahrens zu nehmen.

Wir möchten Sie daher bitten, diese Möglichkeit zu nutzen, um sich gemeinsam mit uns für eine seit langem überfällige Reform des Verfahrens und mehr Rechtssicherheit für moderne Projektarbeit in Zeiten der digitalen Transformation einzusetzen.

Über den Autor

Thomas Müller ist Gründer und Gesellschafter der SOLCOM GmbH, einem der führenden branchenübergreifenden Projektdienstleister in den Bereichen IT, Engineering und Management Consulting. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet SOLCOM als Partner global agierender Spitzenunternehmen. Aus seiner jahrzehntelangen Branchen-Erfahrung heraus schreibt er über die Entwicklungen im Projektmarkt und im Bereich Freiberuflichkeit.

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Thomas Müller

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Telefon: +49 (0) 7121 / 1277 – 0
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