Marktstudie: Zertifikate und Fortbildung

Im Juli 2010 befragten wir 5.549 Abonnenten des SOLCOM Online Magazins hinsichtlich ihrer Erfahrungen und Vorgehensweisen im Bereich von Weiterbildung & Co. Ob dies generell ein Thema auf dem IT-Projektmarkt ist und welche Maßnahmen dabei vor allem in Betracht gezogen werden, zeigen wir Ihnen anhand der Antworten von 163 Teilnehmern.

1. Wurde von Ihnen für ein Projekt schon einmal eine Zusatzqualifikation bzw. ein Zertifikat verlangt?

 

Die Erfahrungen gehen in diesem Zusammenhang weit auseinander: Während knapp ein Viertel (24,1 Prozent) der Befragten bereits mehrmals einen entsprechenden Nachweis liefern mussten, geben 39,8 Prozent der Teilnehmer an, dass sie bisher noch nie mit dem Thema konfrontiert wurden. Nimmt man jedoch die Grundgesamtheit derer, die schon einmal im Vorfeld eines Projektes entsprechende Zusatzqualifikationen oder Zertifikate nachweisen mussten, kommt man auf eine satte Mehrheit von 60,2 Prozent. Dies wiederum lässt den Schluss zu, dass entsprechende Belege für die eigene Qualifikation keinesfalls vergeudete Zeit bedeuten, sondern durchaus bei der Projektvergabe von Vorteil sein können.

 

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2. Auf welche Weise eignen Sie sich vorwiegend neue Kenntnisse an?

Freiberufler sind gerne ihr eigener Coach, soviel lässt sich aus den Ergebnissen dieser Frage schließen. Kumuliert man die Antwortmöglichkeiten „Autodidaktisch“ (24,2 Prozent) sowie das Lernen durch Lesen von „Fachliteratur“ (21,6 Prozent) mit dem Anteil derer, die sich „On the Job“ (19,7 Prozent) neue Kenntnisse aneignen, ergibt sich eine knappe Zweidrittelmehrheit. Im direkten Vergleich erfreuen sich Seminare mit 17,8 Prozent der Stimmen einer größeren Beliebtheit als Workshops mit lediglich 9,4 Prozent. Der fachliche Austausch unter Kollegen rangiert mit 6,0 Prozent Stimmenanteil auf dem letzten Platz. Die Freitextantworten ergaben keine nennenswerten Alternativen.

 

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3. Wie viele Seminare oder Workshops besuchen Sie durchschnittlich im Jahr?

Bezug nehmend auf die vorangegangene Auswertung werden Workshops bzw. Seminare trotz der in Relation geringeren Beliebtheit von mehr als der Hälfte aller Teilnehmer genutzt. Dabei bewegt sich der Hauptanteil mit 48,9 Prozent zwischen ein und drei Veranstaltungen pro Jahr, während knapp sieben Prozent sogar noch häufiger auf Fortbildungsmöglichkeiten dieser Art zurückgreifen. Allerdings bleibt zu sagen, dass 44,8 Prozent der Teilnehmer diese Form der Weiterbildung gar nicht in Betracht ziehen.

 

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4. Welches Zertifikat haben Sie erworben? (Mehrfachnennungen möglich)

Auffallend bei der Verteilung der Stimmen ist, dass, obwohl eine Vielzahl der Befragten Teilnehmer auf Seminare und Workshops verzichtet und ebenso eine Vielzahl bei bisherigen Projektvergaben keine Zertifikate und/oder Zusatzqualifikationen nachweisen musste, der Anteil derer, die keine Zertifikate erworben haben, bei verhältnismäßig geringen 17,2 Prozent liegt. Die häufigsten Zertifizierungen finden demnach im Microsoft Umfeld statt, gefolgt von SAP und dem Themenbereich des Projektmanagements. Aufgrund der hohen Anzahl an Technologiefeldern und dementsprechenden Zertifizierungen konnten die vorgegebenen Antwortmöglichkeiten verständlicherweise nicht alle Bereiche abdecken. Dies macht sich durch die hohe Anzahl an Freitextantworten (41,3 Prozent) bemerkbar. Die häufigsten Nennungen hierbei waren:

  • Unified Modeling Language (UML)
  • SCRUM
  • Vmware
  • ISO/IEC 20000
  • Novell

 

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5. Besitzt man Ihrer Meinung nach durch Zertifizierungen bessere Chancen auf dem Projektmarkt?

Knapp ein Viertel der Befragten ist der Ansicht, dass Zertifizierungen einen Wettbewerbsvorteil darstellen, wohingegen 17,6 Prozent dies verneinen. Der Großteil der Teilnehmer mit einem Stimmenanteil von 58,4 Prozent bewertet die daraus entstehenden Chancen differenzierter.

 

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6. Welche Gründe wären für Sie ausschlaggebend, Fortbildungsmaßnahmen in Erwägung zu ziehen? (Mehrfachnennungen möglich)

Der monetäre Aspekt stand bei dieser Fragestellung und den sich daraus ergebenden Antwortmöglichkeiten im Vordergrund. Aber auch die persönliche Weiterentwicklung, dicht gefolgt von der Schärfung des eigenen Profils, stellen wichtige Gründe bei der Erwägung von Fortbildungsmaßnahmen dar. Bei der Überbrückung von Projektflauten – sind sich 37,9 Prozent der Teilnehmer einig – sollten Fortbildungsmaßnahmen in Betracht gezogen werden, um die Zeit sinnvoll zu füllen sowie weiteren Leerlaufzeiten vorzubeugen, was auch auf den Aspekt einer angespannten Marktsituation zutrifft, wie immerhin noch 27,5 Prozent der Befragten bestätigen. Die Freitextantworten waren mit 1,7 Prozent marginal und sind in diesem Zusammenhang zu vernachlässigen.

 

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Die detaillierten Marktstudien der SOLCOM GmbH finden Sie als pdf-Dokument auch zum Download unter www.solcom.de/de/download.aspx.

 

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Über den Autor

Auf Basis eines qualitätsgesicherten Expertenpools mit über 50.000 hochqualifizierten Spezialisten und seit 1994 gesammelter Erfahrung ist SOLCOM in der Lage, Spezialisten für alle Branchen und Technologien sowie für jede Position zur Verfügung zu stellen. Das Leistungsspektrum reicht von der partiellen Unterstützung über die Bereitstellung ganzer Expertenteams bis zum umfassenden „Third Party Management”. Die Arbeit von SOLCOM zeichnet sich vor allem durch Geschwindigkeit, Präzision und Marktübersicht aus. Bis dato hat das Unternehmen mehrere Tausend Projekte erfolgreich besetzt. Geschäftsführer von SOLCOM ist Dipl.-Kfm. Thomas Müller, Sitz des Unternehmens ist Reutlingen

Zvezdan Probojcevic

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